“The photography does not show the reality, it shows the idea which someone has of it.”
- Neil Leifer —
Behind the shot

Berchtesgaden: Watzmann gesucht! Zeigt er sich?
Die Woche in Berchtesgaden ist schon fast um und immer noch liegt diese winterliche Kälte in den Tälern und der Schnee der vergangenen Wochen auf den Bergen um uns herum. Zugegeben, von den Bergen bekamen wir noch nicht allzu viel zu sehen. Ständig hingen die Wolken auf 2000m, darunter häufig auch Nebel in den Niederungen. An sich, kann das fotografisch ja durchaus interessant sein, aber nicht, wenn man Berge auf den Bildern sehen möchte. Den Hochkalter am Hintersee oder den Watzmann hinter Berchtesgaden. Bereit dazu jeden Augenblick zu nutzen, wenn er sich bietet schaute ich gespannt auf den Wetterbericht für die letzten zwei Morgen in Berchtesgaden.

Berchtesgaden: Frühling geplant, Winter bekommen
Endlich Berchtesgaden. Endlich Urlaub. Die ersten warmen Sonnenstrahlen einfangen und nebenbei den Frühling in den Alpen fotografieren. Doch dann das. Willkommen in der Realität. Statt blühender Wiesen gab es über Nacht 15 Zentimeter Neuschnee und ein komplettes ‚Winter Wonderland‘. Das hatte ich eigentlich anders geplant und anstelle des Erwachen des Frühlings zu dokumentieren stapfte ich jetzt mit meiner Winterausrüstung durch den Schnee. Die Natur hatte eben andere Pläne – und uns kurzerhand zurück in den tiefsten Winter geschickt.

Time-Blending — Warum es sich lohnt nur auf ein Bild zu konzentrieren
Der heutige Abend wird ein Kinderspiel. Die Vorhersage für ein Abendrot ist in allen Wettermodellen zu sehen. Ich bin rechtzeitig vor Ort und bin mir ziemlich sicher, was und wie ich es fotografieren möchte. Rechtzeitig vor Ort sind Stativ, Kamera und Filter im Nu aufgebaut und das Abendrot ist bereits bei Sonnenuntergang richtig toll ausgeprägt. Jetzt noch abwarten, bis es richtig durchknallt. Aber halt mal, ist es zwischen den letzten beiden Aufnahmen bereits etwas abgeklungen? Ja… und was nun?

Niederlandes Klassiker
Oh man, was ist nur mit meinem Timing los? Phänomenales goldenes Licht scheint vor mir auf die Landschaft. Ich schaue auf den Tacho meines Autos. Ich bin schon etwas zu schnell. Und überall wimmelt es von Blitzern hier in den Niederlanden. Noch zweimal abbiegen. Verdammt schon wieder eine rote Ampel. Vielleicht hält das Licht ja noch 10 Minuten, wer weiß. Nur noch wenige Meter, dann erreiche ich den Parkplatz, doch da war es erstmal vorbei mit tollem Licht. Doch die Wolken sehen vielversprechend aus. Nur nicht zu früh aufgeben, dachte ich mir uns lief los den Weg entlang bei diesen wunderschönen Windmühlen in den Niederlanden.

Waldfotografie in der Blauen Stunde
Die letzten Tage war ich mit der Familie in den Niederlanden unterwegs und entdeckte in unmittelbarer Nähe zum Strand ein nettes kleines Wäldchen mit einigen interessanten Bäumen. Das Wetter in den Tagen war aber so naja. Entweder Sonne pur oder es goss wie aus Kübeln. Beides wollte mich nicht zum Fotografieren in den Wald nach draußen ziehen. Wie könnte ich dennoch zu einigen tollen Aufnahmen kommen? Da kam mir die Idee. Ich gehe dann, wenn die Sonne nicht stört. Blau, diffus, mystisch. In diesem Blog/Vlog zeige ich euch, warum die Blaue Stunde für Waldfotografie ein unterschätzter Zeitraum zum Fotografieren ist.

Ein Objektiv für alles
FOMO — Fear of missing out, auf Deutsch also die Angst davor was zu verpassen. Ich denke, das kennen wir alle, oder? Manchmal ist es bei mir schlimm. Stellt sich tolles Wetter ein und ich muss arbeiten, oder ich bin anderweitig verplant, dann bspw. bekomme ich sie — die Angst davor eine perfekte Aufnahme zu verpassen. Schnell habe ich deshalb mein Objektiv-Pool erweitert. Von 16 mm bis 400 mm reicht er. Mittlerweile sogar 600 mm. Mit Telekonverter also eigentlich sogar 1200 mm. Alles meistens dabei, um ja keinen Schuss zu verpassen. Was passiert? Man verpasst den Schuss manchmal doch. Objektivwechsel dauern eben. Mit nur einer Brennweite los zu ziehen hilft der Kreativität, beschränkt auf der einen Seite, gibt aber Freiheit auf der anderen Seite. Wenn ich alle meine Objektive bis auf eins abgeben müsste, welches würde ich behalten?

Unglaublich Vielfältig — Die Dünenlandschaft der Niederlande
Puhh… da bin ich doch nochmal ins Schwitzen gekommen. Eigentlich war mir schon klar, dass es an diesem Abend fantastische Bedingungen geben sollte. Ich hatte da einen Spot ausgekundschaftet, aber noch keine Zeit gehabt ihn mir vor Ort anzuschauen. Eigentlich sollt es passen, wenn ich frühzeitig vor Ort bin und mich etwas umschaue. Dabei hatte ich allerdings die Rechnung ohne meine Kinder gemacht und so blieb zuletzt — als zweifacher Familienvater — weniger Zeit als erhofft. Aber seht/lest selbst.

Der perfekte Morgen? — Der einzig wichtige Tipp in der Fotografie
Ach, es hätte einfach der perfekte Morgen werden können. Die Lichtstimmung, die Anwesenheit der perfekten Menge Nebeldunst, das Frühlingsgrün und ich stehe im größten Bärlauchmeer, um Bilder zu machen. Aber die Welt ist nun mal nicht perfekt und so ist es eben, dass einige Stellen voll Bärlauch den Waldarbeiten im Winter zum Opfer gefallen sind und der sonst so perfekte Morgen nicht auf den Höhepunkt der Bärlauchblüte gefallen ist. Schade eigentlich. Es sind trotzem einige tolle Bilder entstanden und ich habe einen ganz elementaren Tipp für euch in diesem BLOG/VLOG!

Ein Morgen am See
Obwohl ich im Winter für den Sonnenaufgang wesentlich später hätte aufstehen müssen, als jetzt, wo es schon bald Frühling wird, bin ich kaum zum Fotografieren unterwegs gewesen. Aber heute habe ich mich überwunden, denn ich wollte eine träumerische Aufnahme an einem See mit Morgenrot aufnehmen. Also raus aus den Federn, solange die Familie noch schläft und los zu einem nicht all zu weit entfernten See.

Fotografieren, wenn das Wetter nicht mitspielt
Oh man, wäre ich doch einfach im Bett liegen geblieben. Jetzt liegen 30 min bergauf Wandern in völliger Dunkelheit durch den Pfälzerwald und über eine Stunde Autofahrt hinter mir und ich stehe hier mitten in der Nebelsuppe, statt wie geplant darüber. Dabei waren sich die Wettermodelle doch einig. Nebelhöhe, Morgenröte, alles hätte passen sollen. Was jetzt? Umdrehen, heimgehen und aufgeben oder durchziehen und schauen, was man mit ein bisschen Kreativität herausholen kann? In diesem BLOG/VLOG durchschaue ich endlich das automatische Fokus-Bracketing meiner Sony a7IV, gehe in Richtung B/W‑Fine-Art mit meinen Bildern, zeige euch, wie ihr in LR/PS einfach und schnell zu Schwarz-Weiß-Bildern kommt und beweise euch, dass es keine Option ist aufzugeben und sich immer etwas fotografisch interessantes finden lässt!

Pilze im Wald fotografieren
Herbstzeit ist Pilz-Zeit. Und obwohl es hieß, dass es in diesem Jahr kein Pilz-Jahr sein sollte, war ich völlig überrascht, als ich auf meiner Jogging-Runde links und rechts von mir überall Pilze sah. Schon beim Laufen dachte ich mir, dass sich ein Besuch im Wald mit der Kamera lohnen sollte. Zuhause richtete mein ich mein Equipment und sah die E‑Mail, dass die Sony a7IV jetzt Fokus-Bracketing kann. Das muss ich ausprobieren. Also schnell noch das Update installiert und bevor die Sonne untergeht in den Wald.

Fokus-Stacking in Photoshop
Was ist denn das? Als ich joggend an diesem Baumstumpf vorbeilief, hatte ich direkt den Plan für die nächste Stunde im Kopf. Ich lief nach Hause, duschte mich schnell ab und fuhr mit dem Fahrrad zurück zu der Stelle im Wald. Ich wollte das Abendlicht nutzen, um diesen Baumstumpf samt Kameraausrüstung erneut einen Besuch abzustatten und ihn zu fotografieren. In diesem VLOG/BLOG widmen wir uns dem kompletten Prozess des Fokus-Stackings, von der Aufnahme vor Ort, bis zur Bildbearbeitung in Lightroom und Photoshop. Besonders interessant für die Fotografen unter euch.