Foto-Spots in Südtirol

Pragser Wildsee

Südtirol hat einiges zu bieten: Schöne Land­schaften auf den Bergen und in Tälern, Wasser­fälle und Seen und einige andere Kurio­si­täten. In diesen Blog-Beiträgen werde ich einige davon vorstellen, die sich hervor­ra­gend für das Foto­gra­fieren eignen…

Gear:
Kamera: Nikon D7200
Objek­tive: Sigma 18–35mm F1,8 DC HSM Art, 
Nikon AF‑S NIKKOR 50 mm 1:1,8G,
Sigma 105 mm F2,8 EX Makro DG OS HSM

Pragser Wilsee

Morgen­stim­mung am Pragser Wildsee | 18 mm, ISO 100, f/8, 1/20 Sek.

Neben den welt­be­kannten Drei Zinnen ist der Pragser Wildsee der Hot-Spot Südti­rols schlechthin. Schon lange bevor Insta­gramer den Hype um den See für sich entdeckten, war dieser wunder­schön gele­gene, leicht zugäng­liche Bergsee ein Touris­ten­ma­gnet. Auch für mich war es eine Herzens­an­ge­le­gen­heit hier her zu kommen und ein paar schöne Aufnahmen zu machen. 

Für die Aufnahmen star­teten wir ganz früh, denn wir wollten am Pragser Wildsee ankommen, noch bevor dort die Sonne zu hoch über den um ihn liegenden Bergen scheint. Der Pragser Wildsee selbst ist unter Privat­be­sitz, weshalb dort Drohnen fliegen verboten ist. Dafür kann man aber auf dem Park­platz vor dem Hotel am Pragser Wildsee parken, denn dieser ist für Besu­cher gedacht und kostet nur ein paar Euro. Wir waren positiv über­rascht, dass dieser nicht über­teuert war. 

Wir parkten das Auto in gingen schnur­stracks Rich­tung See. Vorab hatten wir uns in Google Earth bereits ein wenig orien­tiert, wohin wir laufen müssen und wo die schönen Foto­spots sind. Meine Frau genoss den Anblick der Natur, als ich mit Foto­gra­fieren beschäf­tigt war. 

Panorama Pragser Wildsee am Morgen | 18 mm, ISO 100, f/8, 1/10 Sek.
Ambi­ente des Pragser Wild­sees genießen | 35 mm, ISO 100, f/8, 1/13 Sek.

Hütte des Bootsverleih

Ein sehr bekannter Foto­spot ist natür­lich die Hütte des Boots­ver­leih auf dem Pragser Wildsee. Dieser öffnet erst um 8 Uhr. Bis dahin möchten wir unsere Aufnahmen alle bereits im Kasten haben. Mit zuneh­mender Sonnen­ein­strah­lung und Tempe­ratur wird nämlich auch das Wasser des Sees unru­higer und damit die Spie­ge­lungen deut­lich schlechter. 

Hütte des Boots­ver­leih am Pragser Wildsee | 18 mm, ISO 100, f/8, 1/10 Sek.

Da meine APS‑C Kamera (Nikon D7200) mit dem 18 mm Objektiv nicht ganz ausreichten, um die tolle Land­schaft einzu­fangen, stellte ich die Kamera hoch­kant auf das Stativ und machte wiedermal ein Panorama aus mehreren Einzelaufnahmen. 

Panorama des Pragser Wild­sees | 18 mm, ISO 100, f/11, 1/3 Sek.

Auf dem Rundweg um den See

Als ich zufrieden mit den Ergeb­nissen auf den Fotos war, gingen wir einige Schritte gegen den Uhrzei­ger­sinn um den See, am Hotel vorbei zur kleinen Kapelle. Dort setzten wir uns an den Rand des Sees, genossen die Idylle und Früh­stückten erst einmal. 

Nach dem wir uns gestärkt hatten und nun die Müdig­keit aus unseren Augen auch verschwunden war, wollten wir noch eine Runde um den See laufen. Schon nach wenigen Metern hielt ich aber das erste mal für ein kleines Foto. 

Es gibt schlech­tere Aussichten beim Früh­stück | 18 mm, ISO 100, f/10, 1/13 Sek.
Fels im Pragser Wildsee 24 mm, ISO 100, f/10, 1/15 Sek.

Beim Wandern wurde uns schnell klar, dass der Pragser Wildsee ein wenig kleiner als der Eibsee, den wir vor einigen Tagen besuchten sein muss, da wir recht schnell am hinteren Ende ankamen. Dort kam gerade so die Sonne über den Berg, was ich direkt ausnutzen musste, um sie als schönen Sonnen­stern zu foto­gra­fieren. Hierzu möglichst weit abblenden, ohne die Blende dabei zu viel zu schließen. 

Einige Meter weiter entdeckte ich einige schöne weiße Steine im See liegen, die ich eben­falls noch in einem Foto verewigen wollte. In der Bild­kom­po­si­tion versuchte ich die Spie­ge­lung, oder Schatten des Berges, von den Steinen zu sepa­rieren, so dass diese sich nicht gegen­seitig im Bild­aufbau stören. 

Steine im Pragser Wildsee | 18 mm, ISO 100, f/14, 1/13 Sek.
Sonnen­stern über dem Pragser Wildsee | 18 mm, ISO 200, f/11, 1/60 Sek.

Der Rückweg führte uns im Schatten des Berges zurück zum Ausgangs­punkt. Auf dieser Seite des Sees sind sogar einige Höhen­meter zu über­winden, aber alles sehr moderat. Die Umwan­de­rung kann also durchaus mit kleinen Kindern, oder aber, wenn man nicht mehr zu gut auf dem Fuß ist, gewan­dert werden. 

Von hier aus, ist auch gut das Hotel am Pragser Wildsee zu sehen, unter dessen Privat­be­sitz der See ist. Dieser ist, mit seinen Wegen, wirk­lich außer­or­dent­lich gut gepflegt und die Lage natür­lich absolut traum­haft. Das soll keine Werbung sein, aber es ist uns wirk­lich aufge­fallen. Leider ist es immer noch häufig der Fall, das Leute ihren Müll liegen lassen, absicht­lich oder unab­sicht­lich, aber hier konnten wir nichts entde­cken und wir hoffen, das bleibt auch so, auch wenn dieser Ort weiter in seiner Popu­la­rität steigen wird. 

Kann ich den Pragser Wildsee verfehlen?

Nein! Gebt in Google Maps oder euer Navi einfach Pragser Wildsee ein, oder verfolgt die Stra­ßen­schilder in Südtirol. Den Pragser Wildsee jeden­falls findet ihr 100%ig. 

Für alle, die doch Zweifel haben, ob sie ihn finden werden: Die Adresse des Hotels lautet St.Veit, 27, 39030 Braies BZ, Italien. Parkt einfach auf dem Park­platz davor. Für den Foto-Spot mit der Hütte in Rich­tung See laufen, dann links halten über die kleine Brücke gehen, schon seid ihr da.

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