Berch­tes­gaden: Watz­mann gesucht! Zeigt er sich?

Die Woche in Berch­tes­gaden ist schon fast um und immer noch liegt diese winter­liche Kälte in den Tälern und der Schnee der vergan­genen Wochen auf den Bergen um uns herum. Zuge­geben, von den Bergen bekamen wir noch nicht allzu viel zu sehen. Ständig hingen die Wolken auf 2000m, darunter häufig auch Nebel in den Niede­rungen. An sich, kann das foto­gra­fisch ja durchaus inter­es­sant sein, aber nicht, wenn man Berge auf den Bildern sehen möchte. Den Hoch­kalter am Hintersee oder den Watz­mann hinter Berch­tes­gaden. Bereit dazu jeden Augen­blick zu nutzen, wenn er sich bietet schaute ich gespannt auf den Wetter­be­richt für die letzten zwei Morgen in Berchtesgaden. 

Den VLOG zum BLOG seht ihr unten auf der Seite oder ihr erreicht ihn über diesen Button:

Der letzte Tag vor der Abreise

Es war der Tag vor Ostern und damit der letzte Tag vor unserer Abreise. Oster­sonn­tags sollte es schon wieder nach Hause gehen. Also musste ich diesen Morgen nutzen, um noch irgendwas span­nendes zu foto­gra­fieren. Der Wetter­be­richt sagte für Berch­tes­gaden keine gute Bedin­gungen voraus, einzig am Hintersee, 15 min entfernt mit dem Auto, besteht die kleine Wahr­schein­lich­keit auf eine Wolken­lücke. Ob sie groß genug sein sollte, dass die Sonne auch im rich­tigen Moment durch­kommt, das wird sich zeigen. Die Chance war jeden­falls nicht beson­ders groß. 

Ich würde mich hinterher jeden­falls ärgern, wenn ich es nicht versucht hätte, mehr noch, als wenn ich umsonst aufge­standen wäre, da bin ich mir sicher. Also schlich ich mich aus unserer Feri­en­woh­nung, so gut es ging, und war bereits eine Vier­tel­stunde später am Park­platz am Hintersee. Von unserem Besuch im Schnee­ge­stöber ein paar Tage zuvor, kannte ich den Weg zu den kleinen Inseln im See, auf denen die Bäume wuchsen, die gepaart mit dem Hoch­kalter im Hinter­grund eine tolle Szene abgaben. Schon bei Ankunft war das Berg­massiv zu sehen und die Wolken­decke wirkte “brüchiger” als an den Tagen zuvor. Die Hoff­nung also blieb, viel­leicht ein wenig Licht auf den Berg­gip­feln zu bekommen. 

Ich tauschte mein 24–105(*) gegen mein 16–35(*) an meiner Kamera(*) aus, um das Berg­pan­orama mit auf das Bild zu bekommen. Ein Ort, an dem  24mm einfach nicht ausrei­chen. Selbst die 16 mm fand ich in manchen Kompo­si­tionen echt knapp. An der ersten Posi­tion an der ich mich befand gefiel mir noch nicht ganz das Zusam­men­spiel der einzelnen Elemente. Das Bild war unaus­ge­wogen, kippte in Sachen visu­elle Balance etwas nach rechts. Ein nicht ganz symme­tri­sches Bild, mit dem Haupt­motiv auf einer “Drit­tel­linie” ist ja im Grunde etwas Gutes. Aber es braucht einen entspre­chenden Gegen­spieler oder auch eine ausba­lan­cierte leere Fläche (empty space). Aber das fand ich nicht. Die Anord­nung der Felsen im Wasser, die Insell und ihre Posi­tion zum Hoch­kalter im Hinter­grund. Ich versuchte noch ein paar Dinge, aber merkte schnell, ein paar Schritte weiter, sollte es besser passen. 

Und das tat es. Mehr Möglich­keiten die Inseln zu posi­tio­nieren und vor allen Dingen eine Wurzel, die man herr­lich im Bild­aufbau mit einbringen konnte. Mehr davon seht ihr im Video unten. 

Endlich Licht am Hintersee | Sony a7 IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

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Wetter­bes­se­rung im letzten Moment

Gegen Ende unseres Urlaubs hatten wir echt noch ein wenig Glück mit dem Wetter. 5–10 min Morgen­licht reichten am Hintersee für ein paar schöne Bilder und am Tag hatten wir herr­li­chen Sonnen­schein am Königsee für einen Ausflug mit der ganzen Familie inklu­sive Boots­fahrt nach St. Bartho­lomä. Irgendwie immer ein Must-Do, wenn man im Berch­tes­ga­dener Land unter­wegs ist. 

Mit etwas gemischten Gefühlen dann, schaute ich auf den Wetter­be­richt für den Oster­sonntag, unser Abrei­setag. Für die Zeit mit dem besten Licht am Tag, die morgend­liche blaue und goldene Stunde, waren kaum Wolken vorher­ge­sagt. Der Weg des Lichts der Sonne zu den Alpen sollte frei sein. Eine kleine Chance auf ein Morgenrot inklu­sive. Nebel in den Nieder­rungen ist auch sehr wahr­schein­lich. Aber es war eben unser Abrei­setag. Und der Morgen ab Abrei­setag ist immer etwas kritisch. Koffer müssen gepackt werden, die Wohnung aufge­räumt werden, Kinder sind aufge­regt und müssen beschäf­tigt werden. Aber es war die letzte Chance für mich ein Wunsch­foto aufzunehmen. 

Ich sprach mit meiner Frau: Begeis­tert war sie nicht, aber es sollte ja nicht allzu spät werden. Sobald die Sonne aufge­gangen ist, werde ich mich auf die Socken machen, verspro­chen. Also stellte ich den Wecker und hoffte auf die Morgen­stunde am Ostersonntag.

Alpen­glühen an der Schön­feld­spitze | Sony a7 IV + Sony FE 100–400 mm GM

Kirch­leitn Kapelle & Watzmann

Ich fuhr durch die morgend­liche Dämme­rung. Obwohl ich sogar ein paar Minuten früher unter­wegs war, war es bereits heller. Wolken gab es wirk­lich keine zu sehen, dafür aber etwas anderes: den Mond. Und er stand gar nicht schlecht hinter dem Watz­mann. Das gibt ein tolles Bild ab, so oder so. Mit Kapelle oder ohne, denn der Watz­mann zeigte sich. Und er bekam sogar schon etwas Licht ab, was ihn schön plas­tisch, drei­di­men­sional wirken lässt.

Um 6 Uhr des Oster­mor­gens dann läuteten die Glocken der umlie­genden Kirchen den Ostertag ein, da waren einige erste Aufnahmen schon gemacht. Wie die Aufnahmen geworden sind seht ihr hier und im Video auf Youtube!

Kirch­leitn Kapelle im Schnee | Sony a7 IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

VLOG zum BLOG

Der Früh­ling startet durch. Überall blüht es und es beginnt grüner zu werden. Mit der Familie geht es nach Berch­tes­gaden, ein paar schöne Tage in den Bergen und am Königsee genießen. Nebenbei ein paar schöne Land­schafts­fotos schießen, mit den berühmten Motiven im Süden von Bayern. So der Plan. Doch dann, über Nacht, 15 cm Neuschnee. Begleite mich in meinem Video zu einigen der bekann­testen Spots Deutsch­lands im Winter­ein­bruch im April.

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