Berchtesgaden: Watzmann gesucht! Zeigt er sich?
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Der letzte Tag vor der Abreise
Es war der Tag vor Ostern und damit der letzte Tag vor unserer Abreise. Ostersonntags sollte es schon wieder nach Hause gehen. Also musste ich diesen Morgen nutzen, um noch irgendwas spannendes zu fotografieren. Der Wetterbericht sagte für Berchtesgaden keine gute Bedingungen voraus, einzig am Hintersee, 15 min entfernt mit dem Auto, besteht die kleine Wahrscheinlichkeit auf eine Wolkenlücke. Ob sie groß genug sein sollte, dass die Sonne auch im richtigen Moment durchkommt, das wird sich zeigen. Die Chance war jedenfalls nicht besonders groß.
Ich würde mich hinterher jedenfalls ärgern, wenn ich es nicht versucht hätte, mehr noch, als wenn ich umsonst aufgestanden wäre, da bin ich mir sicher. Also schlich ich mich aus unserer Ferienwohnung, so gut es ging, und war bereits eine Viertelstunde später am Parkplatz am Hintersee. Von unserem Besuch im Schneegestöber ein paar Tage zuvor, kannte ich den Weg zu den kleinen Inseln im See, auf denen die Bäume wuchsen, die gepaart mit dem Hochkalter im Hintergrund eine tolle Szene abgaben. Schon bei Ankunft war das Bergmassiv zu sehen und die Wolkendecke wirkte “brüchiger” als an den Tagen zuvor. Die Hoffnung also blieb, vielleicht ein wenig Licht auf den Berggipfeln zu bekommen.
Ich tauschte mein 24–105(*) gegen mein 16–35(*) an meiner Kamera(*) aus, um das Bergpanorama mit auf das Bild zu bekommen. Ein Ort, an dem 24mm einfach nicht ausreichen. Selbst die 16 mm fand ich in manchen Kompositionen echt knapp. An der ersten Position an der ich mich befand gefiel mir noch nicht ganz das Zusammenspiel der einzelnen Elemente. Das Bild war unausgewogen, kippte in Sachen visuelle Balance etwas nach rechts. Ein nicht ganz symmetrisches Bild, mit dem Hauptmotiv auf einer “Drittellinie” ist ja im Grunde etwas Gutes. Aber es braucht einen entsprechenden Gegenspieler oder auch eine ausbalancierte leere Fläche (empty space). Aber das fand ich nicht. Die Anordnung der Felsen im Wasser, die Insell und ihre Position zum Hochkalter im Hintergrund. Ich versuchte noch ein paar Dinge, aber merkte schnell, ein paar Schritte weiter, sollte es besser passen.
Und das tat es. Mehr Möglichkeiten die Inseln zu positionieren und vor allen Dingen eine Wurzel, die man herrlich im Bildaufbau mit einbringen konnte. Mehr davon seht ihr im Video unten.
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Wetterbesserung im letzten Moment
Gegen Ende unseres Urlaubs hatten wir echt noch ein wenig Glück mit dem Wetter. 5–10 min Morgenlicht reichten am Hintersee für ein paar schöne Bilder und am Tag hatten wir herrlichen Sonnenschein am Königsee für einen Ausflug mit der ganzen Familie inklusive Bootsfahrt nach St. Bartholomä. Irgendwie immer ein Must-Do, wenn man im Berchtesgadener Land unterwegs ist.
Mit etwas gemischten Gefühlen dann, schaute ich auf den Wetterbericht für den Ostersonntag, unser Abreisetag. Für die Zeit mit dem besten Licht am Tag, die morgendliche blaue und goldene Stunde, waren kaum Wolken vorhergesagt. Der Weg des Lichts der Sonne zu den Alpen sollte frei sein. Eine kleine Chance auf ein Morgenrot inklusive. Nebel in den Niederrungen ist auch sehr wahrscheinlich. Aber es war eben unser Abreisetag. Und der Morgen ab Abreisetag ist immer etwas kritisch. Koffer müssen gepackt werden, die Wohnung aufgeräumt werden, Kinder sind aufgeregt und müssen beschäftigt werden. Aber es war die letzte Chance für mich ein Wunschfoto aufzunehmen.
Ich sprach mit meiner Frau: Begeistert war sie nicht, aber es sollte ja nicht allzu spät werden. Sobald die Sonne aufgegangen ist, werde ich mich auf die Socken machen, versprochen. Also stellte ich den Wecker und hoffte auf die Morgenstunde am Ostersonntag.
Kirchleitn Kapelle & Watzmann
Ich fuhr durch die morgendliche Dämmerung. Obwohl ich sogar ein paar Minuten früher unterwegs war, war es bereits heller. Wolken gab es wirklich keine zu sehen, dafür aber etwas anderes: den Mond. Und er stand gar nicht schlecht hinter dem Watzmann. Das gibt ein tolles Bild ab, so oder so. Mit Kapelle oder ohne, denn der Watzmann zeigte sich. Und er bekam sogar schon etwas Licht ab, was ihn schön plastisch, dreidimensional wirken lässt.
Um 6 Uhr des Ostermorgens dann läuteten die Glocken der umliegenden Kirchen den Ostertag ein, da waren einige erste Aufnahmen schon gemacht. Wie die Aufnahmen geworden sind seht ihr hier und im Video auf Youtube!
VLOG zum BLOG
Der Frühling startet durch. Überall blüht es und es beginnt grüner zu werden. Mit der Familie geht es nach Berchtesgaden, ein paar schöne Tage in den Bergen und am Königsee genießen. Nebenbei ein paar schöne Landschaftsfotos schießen, mit den berühmten Motiven im Süden von Bayern. So der Plan. Doch dann, über Nacht, 15 cm Neuschnee. Begleite mich in meinem Video zu einigen der bekanntesten Spots Deutschlands im Wintereinbruch im April.
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