Land­schafts­fo­to­grafie an der Côte d’Azur — Teil 3

Als Land­schafts­fo­to­graf ist man auf gutes Licht ange­wiesen. Und dieses hängt häufig mit dem Wetter zusammen. Immer bessere Wetter­vor­her­sagen machen die Planung immer leichter und ermög­li­chen uns präziser Loca­tions mit hohem Poten­tial für tolles Bedin­gungen aufzu­su­chen. Was aber, wenn die Vorher­sage sagt “bleib zu Hause” obwohl man eigent­lich Zeit zum foto­gra­fieren hat? Richtig! Trotzdem raus­gehen! Was dabei raus­kommen kann seht ihr in diesem Beitrag. 

Den VLOG zum BLOG findet ihr unten, am Ende des Blog-Beitrags. Schaut auf jeden Fall mal rein, denn in diesem Youtube-Video erfahrt ihr, wie ich die Bilder dieses Beitrags aufge­nommen habe und einige Tipps zu Aufnah­me­tech­niken und Bildkompositionen. 

Ausrüs­tung:

Sony a7IV
Sony FE 2.8/16–35 mm GM
Sony FE 100–400 mm G
DJI Mini 3 Pro

Was, wenn sich das Wetter nicht einstellt

“Puuhhh”, ich schnaufe laut aus, nach dem ich zum x‑ten Mal durch die View­findr-App getippt, geswipt, gescrollt und gezoomt bin und schmeiß das Handy zur Seite. Ich sitze auf der Lounge-Sofa unserer Terrasse des Appar­te­ments an der Côte d’Azur, dass wir für diesen Aufent­halt für 10 Tage gebucht hatten und schaue in Rich­tung unter­ge­hender Sonne. Sie wärmt mein Gesicht, das vom letzten Pool­gang noch schön abge­kühlt ist. 

Wir haben es toll erwischt. Herr­li­ches, warmes Urlaubs­wetter. Aber nicht zu heiß, Gott sei Dank. Perfekt eigent­lich. Zu perfekt, leider, wie mein Land­schafts­fo­to­graf-Ich es sagen würde. Nach dem letzten Abendrot über dem Cap Dramont, war das Wetter für die Foto­grafie leider wenig interessant.

Wie jeden Abend ging ich gerade wieder die Wetter­karten durch, bevor ich eben mein Handy resi­gnie­rend davon schmiss. Mitt­ler­weile erle­dige ich das eigent­lich zu fast 90% über die View­findr-App. Es ist halt einfa­cher und bequemer. Und sie hat halt einfach auch fast immer recht. Warum also die Mühe machen. Aber die letzten Tage war nichts zu holen. Klare Sonnen­auf­gänge. Das schon. Aber wenigs­tens ein paar Wolken oder ein leichtes Morgenrot? Nichts? Nein gar nichts. 

Über 50 Spots hatte ich für diese Gegend hier heraus­ge­sucht. Klar, manche gingen auch mal tags­über oder zu ungüns­ti­geren Zeiten, aber ein paar “Port­folio-Aufnahmen” hätte ich mir schon noch gewünscht. 

“Geh doch einfach”, sagte meine Frau zu mir, “Jetzt sind wir hier und du findest bestimmt eh wieder was, was ganz gut wird!”. So eine Aussage hätte ich von ihr irgendwie nicht erwartet. Aber sie hatte recht! Wenn ich hier in der Wohnung bleibe nehme ich keine Fotos der Land­schaften dieser Gegend auf. Wetter hin oder her. Und da morgen früh der letzte Morgen hier ist, an dem es zeit­lich passt, gehe ich einfach. 

Ich hebe das Handy vors Gesicht. Was sagen die Wetter­daten. Ganz wenige hohe Wolken. Sonnen­auf­gang nicht zu sehen. Bewöl­kung unter 20%. Blaue Stunde — nein. Kein Morgenrot. “Ach komm schon. sch*** drauf.” Ich stellte den Wecker und legte das Handy weg. Im dümmsten Fall habe ich wenigs­tens frische Luft. 

Plan A — Plan B — ihr Kennt es

Ich star­tete den Motor. Einen tollen Spot habe ich einge­loggt. Direkt daneben auf der Karte liegen zwei weitere. Einer der drei sollte passen, egal was für ein Wetter es ist. Dann ließ ich die Kupp­lung kommen und fuhr los.

Ange­kommen am Ort meiner Wahl stellte ich min. 10 Camper-Vans fest. “Oh, ein Insta­gram-Hotspot”, ne, dass stresst mich zu sehr. Ich drehte um und fuhr 3 min der Straße entlang zurück. Hier war es schön. Am Hori­zont sah ich keine einzige Wolke. Also Sonnen­auf­gang bekommen wir auf jeden Fall. Viel­leicht durch ein paar Schlei­er­wolken hindurch, aber dann ist das Licht eben etwas diffuser.

Warum sagt View­findr dann es gibt keinen? Ich kapiers nicht. Aber klar, auch Wetter­daten können mal falsch sein. Und View­findr berechnet aus diesen Wetter­daten eben die Wahr­schein­lich­keit. Je mehr Wolken in Rich­tung der Sonne, desto geringer die Wahr­schein­lich­keit. Verziehen sie sich, oder bilden sich eben nicht wie vorher­ge­sagt, dann kommt die Sonne eben doch durch. 

Ich nahm den Ruck­sack aus dem Koffer­raum und ging Rich­tung Meer. Wow. Ein toller Spot. Die Vege­ta­tion ein biss­chen trostlos viel­leicht, aber zum Foto­gra­fieren sollte doch was dabei sein. 

Sony a7IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

Diese und alle andere Aufnahmen dieses Beitrags kannst du unter “Prints” als Kunst­druck für deine Wand zu Hause direkt bei mir anfragen. 

Für mehr Infos und Hinter­gründe, wie ich dieses Bild aufge­nommen habe, schaue unbe­dingt in das Video auf Youtube, weiter unten!

Bilder aus dem VLOG

In dieser Galerie, habe ich euch alle Fotos aus dem VLOG zusam­men­ge­stellt, so dass ihr sie in Ruhe betrachten könnt. Schaut gerne auf Youtube rein und lasst einen Kommentar oder ein Like da. Wenn euch das Video gefallen hat, könnt ihr auch gerne meinen Kanal abon­nieren, so dass ihr keine neuen Videos mehr verpasst.

VLOG zum BLOG

Als Land­schafts­fo­to­graf ist man auf gutes Licht ange­wiesen. Und dieses hängt häufig mit dem Wetter zusammen. Immer bessere Wetter­vor­her­sagen machen die Planung immer leichter und ermög­li­chen uns präziser Loca­tions mit hohem Poten­tial für tolles Bedin­gungen aufzu­su­chen. Was aber, wenn die Vorher­sage sagt “bleib zu Hause” obwohl man eigent­lich Zeit zum foto­gra­fieren hat? Richtig! Trotzdem raus­gehen! Was dabei raus­kommen kann seht ihr in diesem VLOG. Viel Spaß beim Schauen!

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