in Zug, Zürich und Luzern

Denkt man an die Schweiz denkt man auto­ma­tisch an atem­be­rau­bende Berg­land­schaften und viele türkis­far­bene Berg­seen. Ausnahms­weise ging es für einige tolle Fotos dieses mal nicht in die Berge, sondern weg von der Natur in die Städte Zug, Zürich und Luzern…

Ausrüs­tung:
Kamera: Sony a7 III
Objektiv: Sony SEL 24–105mm f/4,0 G OSS

Zug

Möwe vor’m Zugersee | 105 mm, ISO 100, f/4, 1/500 Sek.
Zugersee | 105 mm, ISO 100, f/4, 1/400 Sek.

Während unseren Tagen in der Schweiz, zog es uns in die Stadt Zug, ein schönes kleines Städt­chen am Zugersee. Vor allem seine tolle Lage läft ein zum Spazie­ren­gehen am Zugersee und durch die vielen Gassen voll mit Geschäften und Lokalen zu schlen­dern. Ich würde fast sagen, dass das Ort ein kleiner foto­gener Geheim­tipp ist, der bisher noch auf viel zu wenigen Bildern in Erschei­nung getreten ist. 

Wie alle Orte, die wir bisher in der Schweiz ange­troffen haben, besticht auch Zug durch eine ange­nehme Sauber­keit und schön ange­legten öffent­li­chen Plätzen. Viele Sitz­ge­le­gen­heiten, Park-ähnli­chen Plätzen, schöne kleine Gäss­chen… Man könnte sich noch viel mehr Zeit für diesen Ort nehmen und  ihn genießen, als wir das in diesen Tagen tun konnten. 

Häuserzug in Zug | 46 mm, ISO 100, f4, 1/640 Sek.

Wir liefen einige Straßen ab und suchten nach Sehens­wertem, aber eigent­lich ist das ganze Ort sehens­wert. Da an diesem Tag aber eigent­lich Luzern unser Reise­ziel war, fuhren wir nach einiger Zeit des Erkun­dens und der  Besich­ti­gung von Zug mit allen Ecken und Kanten, wieder weiter.

Stra­ßenzug in Zug | 105 mm, ISO 100, f/4, 1/400 Sek.
Zug | 64 mm, ISO 100, f/4, 1/640 Sek.
Balkon-Blick auf den Zugersee | 105 mm, ISO 100, f/4, 1/400 Sek.

Luzern

Zwil­lings­türme Luzern | 48 mm, ISO 100, f/4, 1/500 Sek.
Hafen­be­cken von Luzern | 41 mm, ISO 100, f/4, 1/320 Sek.

Wir errei­chen Luzern am schönen Vier­wald­stät­tersee und nutzen das Park­haus unter­halb des Bahn­hofs direkt am Hafen (wahr­schein­lich das teuerste, wie sich heraus­stellte). Eins vorweg: Um Luzern in Gänze zu sehen, sollte man schon 1–2 Tage rechnen, viel­leicht einen Ausflug zur Berg­bahn des nahe gele­genen Berges Namens Pilatus mit ein planen und auch den Umkreis des Vier­wald­stät­ter­sees besu­chen. Vieles das man hier tun könnte. Aber es hilft nichts, uns bleiben nur einige Stunden.

Wenn man nur wenig Zeit hat in Luzern, sollte man auf jeden Fall die alte Holz­brücke, die Kapell­brücke, besu­chen und viel­leicht auch einmal über sie gehen. Sie ist das Wahr­zei­chen und deshalb auch die touris­ti­sche Sehens­wür­dig­keit der Stadt. 

Die 1333 erbaute Holz­brücke fiel im Jahr 1993 einem Brand zum Opfer, der angeb­lich durch eine wegge­wor­fene Ziga­rette  ausge­löst wurde. Viele der berühmten Bilder im Innern der Brücke wurden durch den Brand zerstört, einige konnten gerettet werden, einige andere wiederum restau­riert. Bereits 1994 wurde die Brücke nach dem Wieder­aufbau wieder für Fußgänger freigegeben. 

Die Kapell­brücke, Luzern | 24 mm, ISO 100, f/16, 50 Sek., ND-Filter
Turm der Kapellbrücke
Holz der Kapellbrücke
Blumen der Kapellbrücke

Läuft man an der Kapell­brücke vorbei etwas weiter vom Hafen weg, so kommt man in den Bereich der Altstadt. Hier bietet Luzern neben vielen Loka­li­täten auch einige Shop­ping-Gele­gen­heiten, sowie viele weitere male­ri­sche Ecken. 

Eine weitere Sehens­wür­dig­keit stellt das Löwen­denkmal dar — ein kunst­voll in die Fels­wand gehauener schla­fender Löwe. Er soll erin­nert in der Alle­gorie eines ster­benden Löwen an die am 10. August 1792 beim Tuile­rien­sturm in Paris gefal­lene Schwei­zer­gar­disten erinnern. 

Male­ri­sches Luzern | 51 mm, ISO 100, f/4, 1/800 Sek.
Löwen­denkmal, Luzern | 48 mm, ISO 100, f/4, 1/250 Sek.

ann ging es zurück in Rich­tung Auto, mit einem Blick über den Vier­wald­stät­tersee ging es zurück nach Lachen am Zürichsee. 

Blick über den Vier­wald­stät­tersee | 59 mm, ISO 100, f/4, 1/320 Sek.

Zürich

Landes­mu­seum in Zürich (Panorama) | 24 mm, ISO 100, f/4, 1/800 Sek.

Am letzten Tag unseres Schweiz-Aufent­haltes wollten wir Zürich besu­chen. Dort, in der Nähe des Bahn­hofes, von dem aus wir zu Fuß auf der Altstadt-Seite einmal den Limmat hinab und auf der gegen­über­lie­genden Seite einmal hinauf ablaufen wollten, gab es ein etwas güns­ti­geres Park­haus. Zuge­ge­be­ner­maßen passte es von der Lage her auch gut zu unserem Plan, wie wir uns durch die Stadt arbeiten wollten.

Der Limmat, Zürich | 34 mm, ISO 100, f/16, 20 Sek. ND-Filter
Der Mühle­steg | 105 mm, ISO 100, f/4, 1/160 Sek. 

Eigent­lich bietet Zürich an jeder Brücke einen schönen Blick auf die Stadt und ihre schönen Häuser. Es empfiehlt sich also durchaus einen Blick über den Limmat auf die andere Seite des Flusses, oder einmal einige Meter über die Brücken zu gehen und sich umzuschauen. 

Läuft man auf der Seite der Altstadt, sollte man nicht nur am Ufer des Limmats entlang schlen­dern, sondern durch die vielen, beinahe unzäh­ligen Gäss­chen gehen. Es wimmelt von Geschäften und Lokalen. Hinter jeder Ecke schlum­mern foto­gene Motive. Deshalb gingen wir ohne großen Plan oder Reise­führer kreuz und quer durch die Gassen und sahen allerlei schöne Gebäude, Fassaden, Balkone, Klapp­läden oder Denkmäler. 

Kirche Frau­münster und St. Peter in Zürich | 49 mm, ISO 100, f/4, 1/320 Sek.
Balkon am König­stuhl | 62 mm, ISO 100, f/4, 1/200 Sek.
Statue in Zürich | 81 mm, ISO 100, f/4, 1/160 Sek.

In manchen Gassen fragt man sich, ob sie über­haupt ein Ende nimmt, oder ob man irgend­wann einfach vor einem Gebäude steht und es nicht mehr weiter geht. Ein wirk­lich toller Charme, den diese Altstadt versprüht, die schon beinahe an italie­ni­sche Gassen erinnern. 

Schon alleine das hindurch­spa­zieren der Straßen macht richtig Spaß, denn es gibt einiges zu sehen, was ich so zuvor nicht von Zürich erwartet hätte. Da ich das erste mal hier bin, hatte ich mir bislang etwas anderes vorge­stellt und ein anderes Bild von dieser Stadt im Kopf gehabt. 

Streets of Zürich | 105 mm, ISO 100, f/4, 1/200 Sek.
“Living in Zürich” | 61 mm, ISO 200, f/4, 1/80 Sek.

Nach vielen Schritten und unzäh­ligen Abbie­gungen und Gassen errei­chen wir ganz von alleine das Groß­münster. Die Fassaden und Fenster des Neben­ge­bäudes hatten mir es gleich angetan, obwohl ich keine all zu große Affi­nität zu Archi­tektur o.ä. habe. 

Im Innern des Haupt­ge­bäudes ist das Erstellen von Fotos nicht erlaubt, was ich natür­lich respek­tiere, aber auf jeden Fall kann man einen Blick hinein­werfen, was sich immer lohnt. 

Fassade des Neben­ge­bäudes des Groß­müns­ters | 105 mm, ISO 100, f/4, 1/320 Sek.
Vorbei am Groß­münster 82 mm, ISO 100, f/4, 1/320 Sek.
Neben­ge­bäude des Groß­müns­ters | 82 mm, ISO 100, f/4, 1/320 Sek.
Spitz­turm des Groß­müns­ters | 82 mm, ISO 100, f/4, 1/2000 Sek.

Zurück am Limmat zog das Wetter langsam zu. Heute Mittag soll es anschei­nend noch kräftig stürmen und Regnen, weshalb wir einfach jede Minute, die uns blieb, nutzten. 

Ich foto­gra­fierte nochmal auf die gegen­über­lie­gende Seite, nutzte dafür auch einen ND-Filter, um das Wasser zu glätten und Autos und Fußgänger, ggf. zu elimi­nieren. Eben­falls der Effekt in den vorbei­zie­henden Wolken mag ich, an dieser Art von Bilder. 

Kirche St. Peter und der Limmat | 24 mm, ISO 100, f/16, 20 Sek., ND-Filter
Müns­ter­brücke und die Frau­münster Kirche, Zürich | 24 mm, ISO 100, f/16, 20 Sek.

Läuft man noch etwas weiter den Limmat hinab, kommt man bis zum Staats­theater. Dort an dem großen Platz gibt es den Ster­nenim­biss. Wir haben diesen als nicht ganz so geheimen Geheim­tipp empfohlen bekommen, da die Preise einiger Maßen human sind und das dort gebo­tene einfache Essen lecker ist. Also holten wir uns eine “zür’cher Hot-Dog” mit Sauer­kraut, Senf und Brat­wurst im Baguette und setzten uns zum Mittag­essen an den Zürichsee an der Nähe des Staatstheaters. 

Staats­theater, Zürich | 53 mm, ISO 100, f/6.3, 1/320 Sek.

Auf dem Rückweg zum Bahnhof gingen wir die andere Seite des Limmats wieder hinauf. Dieses mal konnten wir also einen schönen Blick auf das Groß­münster genießen.

Groß­münster und Müns­ter­brücke, Zürich (Panorama) | 24 mm, ISO 100, f/16, 20 Sek., ND-Filter

Auch auf dieses Seite des Limmats gibt es tolle Häuser und bezau­bernde Gassen zu sehen. Einen Blick ins Frau­münster blieb uns leider verwehrt. Für dieses Gottes­haus sollten wir Eintritt zahlen, für uns ist das im Falle einer Kirche ein no-go, da unserer Meinung Gottes­häuser gene­rell offen für Gläu­bige stehen sollten. Über die Gründe haben wir uns aller­dings nicht infor­miert, wenn es denn gute dafür gibt, da wir eh nur einen Tag in Zürich verbrachten. 

Wir manö­vrierten uns in Rich­tung Para­de­platz. Uns wurde empfohlen dort bei Sprüngli eine der welt­besten heißen Scho­ko­lade zu trinken. 9,50CHF für die Version mit einem Schuss Espresso sind zwar sehr happig, aber dennoch genossen wir jeden Schluck. 

Gebäude am Müns­terhof | 52 mm, ISO 100, f/4, 1/640 Sek.
Heiße Scho­ko­lade mit Espresso | 46 mm, ISO 100, f/4, 1/160 Sek.

Als es anfing stel­len­weise leicht zu tröp­feln gingen wir weiter mit unserer Taktik “kreuz und quer durch Zürich” durch die Gassen. 

Bekannt ist es ja schon lange, aber auch hier sieht man wieder, die Schweizer verste­cken ihren Natio­nal­stolz nicht hinter der Haustür. 

Bunte Gassen in Zürich | 69 mm, ISO 100, f/4, 1/200 Sek.
Schweizer Natio­nal­stolz | 63 mm, ISO 100, f/4, 1/200 Sek.

Einige Gassen später sahen wir eine anstei­gende Straße. Über diese erreichten wir den Lindenhof. Zuerst könnte man meinen, dass es sich um ein Alters­heim handeln würde, es war jedoch ein Hof auf dem viele Linden standen. Vorn ihm aus hat man einen tollen Blick auf den Limmat und das Groß­münster. Es empfiehlt sich also die wenigen Höhen­meter auf sich zu nehmen und einmal hier nach oben zu laufen. 

Wir stiegen wieder hinab und gingen am Ufer des Limmats entlang zurück zum Haupt­bahnhof. Die Wolken hingen schon deut­lich tiefer und sobald wir im Auto saßen regnete es auch schon los und wir machten uns auf den Weg zurück nach Lachen. 

Groß­münster vom Lindenhof aus foto­gra­fiert | 105 mm, ISO 100, f/4, 1/640 Sek.
Groß­münster, Münser­brücke, Zürich | 29 mm, ISO 100, f/16, 20 Sek., ND-Filter

Abschlie­ßend kann man sagen, dass wir die Schweiz, auch außer­halb ihrer Berge, auf jeden Fall zu schätzen gelernt haben, weshalb wir in den nächsten Jahren sicher­lich noch öfter in dieses schöne Land kommen werden. 

Foto­gra­fisch kam ich über die Tage mit nur einer Kamera und einem Objektiv und musste nur sehr wenige Abstriche in Kauf nehmen, dass man manchmal eben doch nicht alles auf einmal mit 24 mm aufnehmen kann oder man doch noch einen ticken mehr herein­zoomen möchte. Aber wenn man wenig Gewicht und Ausrüs­tung dabei haben möchte, dann war die Kombi­na­tion aus Sony a7III und Sony FE 24–105 F4 OSS perfekt. 

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