Lofoten foto­gra­fieren — Teil 6: Stür­mi­sche Zeiten & warum du einen Work­shop besu­chen solltest

Der letzte Tag unseres Foto-Work­shops begann so, wie der letzte Tag einer schönen Reise beginnen sollte, mit einem wunder­schönen Morgenrot. Schon während des Früh­stücks sah man das erste Morgenrot, das deut­lich schwä­cher ist, aber meist ein gutes Zeichen für das eigent­liche Morgenrot darstellt. Ich konnte deshalb schon kaum die Füße still halten und wollte unbe­dingt raus. Da wir die letzten Tage immer bis spät nachts Polar­lichter foto­gra­fiert hatten, waren alle etwas müde und wir hatten das Früh­stück später ange­setzt. Der Wetter­be­richt sah so oder so eher nach stür­mi­schem und wolken­rei­chem Wetter aus. Das Morgenrot hat man so nicht kommen sehen. Und wie es häufig bei solchen schönen Morgen­röten ist, folgt darauf leider meist ein ziem­lich grauer Tag. So auch heute. 

Ausrüs­tung:

Sony a7IV
Sony a6700
Sony FE 2.8/16–35 mm GM
Sony FE 4/24–105 mm G
Sony FE 100–400 mm GM

Den VLOG zum BLOG seht ihr unten auf der Seite oder ihr erreicht ihn über diesen Button:

Das Auge von Utakleiv

Da die ganze Woche bereits Tempe­ra­turen unter 0°C vorherrschten, war ein Shot, den natür­lich fast jeder auf der Bucket-Liste hatte einfach nicht zu machen: Das Auge von Uttak­leiv. Wir haben das Motiv bis zuletzt aufge­schoben, doch auch heute sollte an diesen Ort keine Sonne gelangen und keine posi­tiven Tempe­ra­turen erreicht werden. Das Auge wird also womög­lich zuge­froren sein, sagte uns Jens.

Und genau so war es auch. Ich ging als erster der Gruppe auf den vereisten Abhängen hinunter zu den Felsen, wo das Auge zu finden war und konnte direkt fest­stellen, dass dieses Motiv auf dieser Reise weiter verborgen bleiben wird. Also blieb uns nur die Alter­na­tive eben andere inter­es­sante Vorder­gründe zu finden.

Ich für mich fand gefallen, an den vielen kleinen Eisstruk­turen und Eis-Äder­chen, die sich auf den dunklen Felsen bildeten und versuchte fast schon krampf­haft damit irgend­eine geniale Bild­kom­po­si­tion aufzu­bauen. Doch irgendwie konnte mich so rein gar nichts komplett über­zeugen. Viel­leicht, weil ich mich selbst im Kopf zu sehr auf das Auge einge­stellt hatte und jetzt meine Ideen sich nicht so recht entfalten wollten.

Anflug | Sony a7 IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

Das Auge von Utak­leiv 2.0

Viel­leicht kann man es schon auf den Bildern erahnen. Es war stür­misch und kalt. Heute kam wirk­lich das volle Equip­ment zum Einsatz. Buff­tuch, über Hals, Mund, Nase und Kopf, beide Schichten meines Hand­schuh-Systems, Ther­moun­ter­wä­sche, warme Wocken und Winter­stiefel und natür­lich Cram­pons, um auf dieser Eisschicht zu laufen.

Da ich mein Mikrofon noch immer nicht finden konnte, musste ich weiter das Mikrofon an der Kamera ohne Wind­schutz verwenden. Bei diesem Wind jedoch aussichtslos. Hier erklärte ich gerade, dass das Auge von Uttak­leiv zu sehr zuge­froren ist und wir uns nach anderen Vorder­gründen umge­sehen haben. Natür­lich ist das Motiv sehr bekannt und wurde bestimmt schon viele hunderte male foto­gra­fiert, so dass unsere Version, bei eh nicht opti­malen Bedin­gungen da jetzt nicht wirk­lich fehlt.

Inspi­riert jeden­falls, von dem Auge selbst, habe ich mich neben den Eisstruk­turen, auch auf ähnliche runde oder augen­för­mige Formen umge­schaut. In zwei Aufnahmen, die ihr gleich sehen werdet, habe ich so eine gute Alter­na­tive gefunden. Und eigent­lich bin ich darauf sogar richtig stolz, auch, wenn sie natür­lich kein vergleich sind. Aber es beweist, dass man mit etwas Krea­ti­vität und einem geschulten Auge auch zu eigenen span­nenden Bildern kommen kann.

Das Auge 2.0 | Sony a7 IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

Der Strand von Unstad

Zur Mittags­zeit stärkten wir uns und wärmten uns etwas in dem kleinen Cafe Sjoko­lade rommet auf, ehe wir zum berühmten Surfer-Strand bei Unstad fuhren.

Zuerst hatten wir etwas Glück, da der Wind die Wolken immer mal ausein­ander riss und beinahe so etwas wie foto­gra­fisch inter­es­santes Licht, zumin­dest im Himmel erzeugen konnte. Weiterhin gut einge­packt, kümmerte ich mich erst ein wenig um schöne Vorder­gründe. In diesem Fall waren dies die Felsen, die einer­seits im Schnee, aber auch in der Nähe des Meeres lagen. Die meisten Felsen waren tatsäch­lich schwarz bis anthrazit, aber einige von ihnen waren heller oder besaßen sogar eine andere Färbung. Mir gefiel der Farb­un­ter­schied und deshalb nahm ich diese ins Bild, wodurch sich ganz solide Bilder ergaben.

Der Strand von Unstad | Sony a7 IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

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Die Kapelle von Unstad

Nachdem ich ein paar Aufnahmen gemacht hatte, ging ich einige Meter weiter zu einer kleinen Kapelle die vor den Bergen stand. Der Wind frischte deut­lich auf und machte ein vloggen mit Mikrofon weiter unmöglich.

Die Kapelle zeigte sich im Schnee an sich sehr fotogen, doch irgendwie fehlte uns an dem Tag einfach das Licht.

So folgte ich dem Rat von Jens, mich auch noch etwas weiter vor an die Wasser­kante zu trauen. Auf den mit Eis über­zo­genen Felsen gar kein so leichtes Unter­fangen. Auch weil das Meer sofort einige Zenti­meter an Tiefe gewann. Hier hieß es sicher stehen, oder eben richtig nass werden. Mit den Cram­pons an den Füßen konnte ich zumin­dest die meiste Zeit einen guten Halt spüren und ich rutschte nicht ab und landete nicht im Meer.

Für die Aufnahmen hier nutzte ich einer­seits ND-Filter, als auch den Grau­ver­laufs­filter, um die Belich­tungs­zeit etwas zu verlän­gern und das Wasser weicher werden zu lassen. Außerdem wollte ich den Himmel drama­ti­scher haben, damit der stür­mi­sche und kalte Tag auch über die Fotos trans­por­tiert wird.

Rauschendes Meer | Sony a7 IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

Foto-Work­shop — Yes or no?

Kurz vor Abschluss der Reise, möchte ich noch meine Gedanken über solche Fotoreisen, bzw. Foto-Work­shops mit euch teilen. Damit du für dich entscheiden kannst, ob so etwas für dich ist, oder nicht.

Gene­rell soll­test du dir über so eine Reise Gedanken machen, wenn du in deinem normalen Fami­li­en­ur­laub an den Punkt kommst, an dem Aussagen wie “Schatz, kannst du kurz waren, das Licht ist gerade perfekt” — ich sag mal so — zu Reibungen führt.

Alleine, oder mit Gleich­ge­sinnten unter­wegs zu sein, die den glei­chen “Tick” haben als man selbst, ist der wohl größte Vorteil einer solchen Reise. Weil jeder hat Verständnis dafür, wenn man eben doch noch diesen einen Moment Zeit braucht.

Auf Work­shops ergibt sich noch ein Zweit-Effekt, denn oft lernt man schon allein durch das Beob­achten anderer Teil­nehmer bereits mehr dazu, als alleine durch die Anlei­tungen und Tipps eines Dozenten.

Zudem ist eine Foto-Reise auf das Nutzen der idealen Bedin­gungen opti­miert. Alles richtet sich nach den foto­gra­fi­schen Stunden und nicht nach den Buffet-Zeiten im Hotel. Was aber unter­and­erem auch mal einen knur­renden Magen bedeuten kann. Dafür, bist du aber zu Zeiten an Orten, die “normale” Touristen auch mal verpassen. Das sorgt für beson­dere Erleb­nisse, die meist einpräg­samer und emotio­naler sind als reines Sightseeing.

Der Haupt­vor­teil ist, das mit jemanden unter­wegs ist, der die Gegend, das Land oder die Bege­ben­heiten beson­ders gut kennt oder sich zumin­dest beson­ders intensiv damit ausein­ander gesetzt hat. So kommt man auch an die geheimen oder beson­deren Spots und steuert diese je nach Licht und Wetter an. Beson­dere Fotos und beson­dere Motive, die viel­leicht nicht jeder kennt, können dabei heraus­springen, während du dich entspannt nur ums Foto­gra­fieren kümmern musst.

[5] Wenn du alleine unter­wegs bist, musst du alle Entschei­dungen treffen, dich mit allem Jahres­zeit, Licht, Wetter, Sper­rungen, Park­plätze, Routen, Zeit­punkt, Wander­touren, usw. ausein­ander setzen. Außerdem im Vorfeld Loca­tions scouten. Wer das schon gemacht hat, weiß wie viel Zeit das fressen kann. Oder eben Loca­tion-Maps kaufen. Aber auch da gibt es gute und viele schlechte mit veral­teten wenigen Infos.

Dann bedenke, so ein Foto-Work­shop über mehrere Tage oder eine Foto-Reise ist kein erhol­samer Urlaub, sondern eine Aktiv-Reise. Das muss für dich nicht unbe­dingt ein Nach­teil bedeu­teten, sollte dir aber bewusst sein. Früh aufstehen, viel Equip­ment schleppen, lange auf den Beinen unter­wegs sein, spät ins Bett, dazwi­schen viel­leicht auch mal Bild­be­ar­bei­tung. Es kann schon sein, dass man erschöpfter nach Hause kommt, als man losge­fahren ist. Zumin­dest rein körper­lich. Ich für mich find die mentale Erho­lung aller­dings enorm und die körper­liche Anstren­gung im Urlaub gut, auch weil ich eben sonst einen Bürojob habe. Alleine unter­wegs kannst du “ab und zu geben”, womög­lich sinkt aber die Ausbeute durch geringer werdende Moti­va­tion oder Energie. Du musst dich selber aufraffen.

Was ich ich für einen großen Nach­teil von Grup­pen­reisen empfinde, ist der Copy-Paste-Effekt. Wenn du an der selben Stelle zur selben Zeit mit einigen anderen Foto­grafen zusam­men­stehst und foto­gra­fierst, hat halt jeder mehr oder weniger die selben Bilder. Gerade wenn die Optionen an einem Ort recht gering sind. So hat man ein gutes Bild, aber kein eigenes Werk. Es fehlt eben die indi­vi­du­elle Entde­ckung. Ich habe versucht, mich auch immer wieder etwas von der Gruppe zu lösen. Ich wollte natür­lich kein Allein­gänger sein oder Eigen­brödler. Es ging mir darum, dass ich meine eigene Bindung zur Natur und Land­schaft aufbauen konnte und so eigene Motive oder Bilder finden konnte, die meine Sprache sprechen.

Ein weiterer, viel­leicht nicht ganz so offen­sicht­li­cher Punkt ist der Ausrüs­tungs-Neid. Man sollte sich nichts vorma­chen, es sind Foto­grafen unter­schied­li­cher Erfah­rungs­klasse, auch unter­schied­li­cher Gehalts­klassen auf solchen Work­shops dabei. Der eine leistet sich eine 15tsd€ Ausrüs­tung hat diese aber viel­leicht über Jahre aufge­baut, ein anderer kann sich gerade mal eine gebrauchte Kamera mit Stan­dard­ob­jektiv leisten. Letzt­lich ist es in seltensten Fällen die Kamera, die über ein gutes Ergebnis entscheidet, es ist der Foto­graf selbst, der das Licht perfekt einsetzt, das Motiv erkennt, die Bild­kom­po­si­tion auslotet und in der Bild­be­ar­bei­tung ein feines Händ­chen hat. Also staunt über die Technik des anderen, von mir aus bewun­dert sie, aber begeht nicht den Fehler ihm nach­zu­ei­fern und in Kauf­rausch zu verfallen.

Der letzte Punkt ist die Gruppe und die soziale Dynamik darin. Du bist für ein paar Tage, womög­lich eine Woche oder mehr an eine Gruppe gebunden. Darin können Stän­kerer, Besser­wisser, eben ganz indi­vi­du­elle Menschen, mit ganz unter­schied­li­chen Vorge­schichten dabei sein. Manche können die Stim­mung womög­lich massiv drücken. Man sollte sich davon aber nicht die Laune verderben lassen. Man hat viel Geld ausge­geben, um sich diese Reise zu leisten. Man sollte sie für sich genießen und nicht vermiesen lassen. Am besten sollte jeder, der auf so eine Reise geht mit einem grund­sätz­li­chen posi­tiven Mind-Set an den Start gehen und hey, wenn dir jemand nicht passt, dann freue dich, denn in ein paar Tagen hast du ihn wieder los.

Daneben kann es noch zu weiteren kleinen Nach­teilen kommen, z.B. dass dir Foto­grafen aus der Gruppe ins Bild laufen, aus versehen gegen dein Stativ kommen wenn es etwas enger zu geht, oder noch was Essen wollen, auf’s Klo müssen, oder sons­tiges, während du schon wieder heiß bist irgendwo zu foto­gra­fieren. Da muss man einfach entspannt damit umgehen. Im dümmsten Fall verpasst man dadurch natür­lich auch mal das beste Licht, was wirk­lich ärger­lich sein kann, gerade weil man viel Geld ausge­geben hat. Aber das kann dir auch passieren, wenn man uner­wartet im Stau steht oder sonst eine Panne passiert. Wenn du alleine unter­wegs bist, bist du da natür­lich flexi­bler und freier und folgst deinem eigenen Rhytmus.

Aller­dings fand ich, wir haben uns aber als Gruppe auch sehr gut verstanden, das gesell­schaft­liche auf der Reise war echt toll. Der Austausch über die Erfah­rungen und auch sons­tigen Anek­doten, war eine schöne Neben­sache und ich hatte wirk­lich Spaß und habe die Zeit genossen.

Zum Abschluss jetzt noch der Tipp, dass ihr gene­rell genau darauf achten solltet, wie solche Foto-Reisen oder Work­shops ausge­schrieben sind. Reine Fotoreisen können bedeuten, dass man eben von Spot zu Spot gebracht wird, während ein Work­shop bedeutet, dass durchaus auch eine gewisse Zeit in die Bespre­chung der Bilder, lernen der Theorie oder auch Bild­be­ar­bei­tung gesteckt wird. Ich denke die wenigsten von euch wollen eine Bus-Tour mit Stativ buchen, sondern dabei auch etwas lernen. Also achtet darauf, dass auch entspre­chend Feed­back­runden im Reise­ver­lauf einge­plant werden.

Schaut auch auf die Grup­pen­größe. Mehr als 4–6 Personen sollten keines­falls auf einen Coach kommen. Und auch bei mehreren Coaches mit größeren Gruppen kann es schwierig werden, wenn Orte nicht so viel platz bieten. Gute Anbieter haben auch immer ein Alter­nativ-Programm, reagieren auf Wetter­än­de­rungen, kennen die Orte vor Ort, wie aus dem ff.

Achtet auch auf so Dinge, wie welches Level der Teil­nehmer bezüg­lich Foto­grafie als auch Fitness wird gefor­dert. Wie viel Zeit wird mit Foto­gra­fieren, wie viel im Auto verbracht?

Und betrachtet das Port­folio des Dozenten, kann er euch das lehren, was ihr für euch gerne lernen wollt?

Außerdem. Macht euch nichts vor: An epischen Orten mit fantas­ti­schem Licht, wird auch euer Tutor einmal zur Kamera greifen und ein Foto machen. Das sei ihm auch gegönnt. Mal um euch etwas zu zeigen, mal, um auch für das eigene Port­folio einen Shot mit zu nehmen, aber er sollte immer für deine Betreuung da sein, gerade dann wenn’s drauf ankommt.

So, ich hoffe ich konnte dir ein ein paar Krite­rien für deine Entschei­dung mitgeben. Viel­leicht sehen wir uns ja mal bei einem Work­shop und einer Reise.

Am Strand von Eggum | Sony a7 IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

Foto-Work­shop — Yes or no?

Von Unstad aus, ging es für uns noch einmal weiter nörd­lich nach Eggum. Dort gibt es einen kleinen Leucht­turm an einer Bucht-ähnli­chen Küste. Hier könnten wir in der Blauen Stunde mit etwas Glück noch ein paar tolle Aufnahmen mitnehmen.

Leider war die Ebbe aber doch schon etwas fort­ge­schritten, weshalb es deut­lich schwie­riger wurde eine inter­es­sante Aufnahme oder Perspek­tive zu finden. Mir gefiel zudem zu unserer rechten ein etwas entfern­teres Gebirge und ein schöner Vorder­grund mit Sand, Stein, Schnee und Gräsern auf, weshalb ich mich zuerst darauf konzen­trierte. Auch in der Hoff­nung, dass doch noch mal etwas Licht auf das Gebirge im Hinter­grund fallen könnte. Doch dies war leider nicht der Fall.

Ich habe viel auspro­biert an dem Abend, viele Aufnahmen mit verschie­denen Perspek­tiven, aber viele im Nach­hinein nicht weiter bear­beitet, weil sie deut­lich zu komplex und wenig ansehn­lich waren. Ein paar Aufnahmen aller­dings gefielen mir dann doch recht gut. Auch eine mit Seetang im Vorder­grund. Beson­ders gut gefiel mir am Ende aller­dings die unkom­pli­ziertes Aufnahme mit Leucht­turm und Spie­ge­lung im Wasser.

Eggums Mohlen­feuer | Sony a7 IV + Sony FE 2.8/16–35 mm GM

Abschied

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen. Von neu gewonnen Freunden, als auch von der atem­be­rau­benden Land­schaft auf den Lofoten. Insge­samt standen wieder drei Starts und Landungen an, ehe ich am Abend zu Hause meine Familie wieder in den Arm nehmen konnte.

Zurück blieben die Erin­ne­rungen an eine tolle Woche unter Gleich­ge­sinnten, SD-Karten voller Bilder und unzäh­ligen Eindrücke, eine neu-gewon­nene Moti­va­tion unsere Natur zu entde­cken, sie foto­gra­fisch fest­zu­halten und zu genießen und nicht zuletzt sie möglichst gut zu erhalten, so dass auch unsere Kinder und Enkel sie einmal genießen können.

Diese Reise war genau das rich­tige zur rich­tigen Zeit für mich persön­lich. Der Zwang aufstehen zu müssen, loszu­ziehen, ein leichter Druck foto­gra­fisch zu performen, war das, was ich in diesem Winter irgendwie für mich gebraucht hatte.

Ich habe schon auch das Gefühl, dass ich meine Krea­ti­vität auf den Lofoten wieder gefunden habe. Teil­weise war es auch nicht schwierig, obwohl, man muss schon sagen, dass sie es einem nicht immer leicht gemacht haben, die Inseln in Nord-Norwegen. Viele Ort auf diesem Archipel jedoch waren inspi­rie­rend, sie schrien förm­lich danach foto­gra­fiert zu werden. Die Erleb­nisse waren einzig­artig. Unter klarem Himmel im Polar­kreis bei Eises­kälte die tanzenden Lichter der Aurora Borealis zu beob­achten, bis zum Schien­bein im Wasser zu stehen bei schönstem Sonnen­un­ter­gangs­licht, die pastell­far­benen Wolken im Himmel bei Sonnen­auf­gang, die Sonne flach über den Hori­zont wandern zu sehen, Tiere zu beob­achten, die Weite und Frei­heit des Meeres, des Himmels und der Land­schaft zu genießen.

Alles Dinge, die ich jedem Menschen auf dieser Welt gönne, wenn er dies einmal für sich erleben kann. Und dabei ist fast egal wo in der Natur. Diese Welt ist so groß und überall gibt es solch schöne Orte und man sollte nicht vergessen, dass es manchmal gar keine so weite Reise braucht, um die faszi­nie­rende Natur unserer Welt zu entde­cken. Man muss manchmal einfach nur raus gehen.

Lofo­tens Südküste | Sony a7 IV + Sony FE 100–400 mm GM

VLOG zum BLOG

Begleite mich beim Foto­gra­fieren auf den Lofoten! In dieser zweiten Episode meiner Serie besu­chen wir Skags­anden, Ramberg und Vikten. Außerdem zeige ich euch, wie ihr die Farben des hohen Nordens aus euren RAWs wieder herausholt. 

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