Ausrüstung:
Kamera: Nikon D7200
Objektive: Sigma 18-35mm F1,8 DC HSM Art, 
Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G,
Sigma 105 mm F2,8 EX Makro DG OS HSM
Tolpei und die Armentara-Wiesen
Heute möchten wir eine kleine Wanderung zu den Armentara-Wiesen unternehmen. Zuvor allerdings besuchten wir eine coole Foto-Location, die fast exakt auf dem dorthin Weg lag. Wir fuhren einige Serpentinen Bergauf bis wir das kleine idyllische Örtchen Tolpei erreichen. Dort parkten wir unser Fahrzeug an geeigneter Stelle uns liefen wenige Minuten in Richtung der Kapelle am Ortsende. 

Chiesa di Santa Barbara, Tolpei, Südtirol
35 mm, ISO 100, f/4.5, 1/200 Sek.

Die Berge im Hintergrund sind Teil des Naturpark Puez-Geisler und verleihen der Kapelle natürlich zusätzlich eine tolle Landschaft im Hintergrund, weshalb sie ein toller Fotospot darstellt. 
Auf dem Fußweg hin zur Kapelle sprang uns ein weiterer Kirchturm ins Auge, der sogar näher am Dorfrand steht, als die Kapelle Santa Barbara. Hier stand einmal die Kapelle Chiesa di San Genesio, von der nur noch der Kirchturm übrig ist, so wie einige Gemäuer, die den Umriss des ehemaligen Gebäudes skizzieren. 

Chiesa di San Genesio, Tolpei, Südtirol
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/800 Sek.

Natürlich packte ich bei solch einem Motiv direkt die Drohne aus, um die Vogelperspektive der Kapelle aufnehmen zu können. Mein Ziel aber war, beide Kapellen gemeinsam auf ein Bild zu bekommen, gemeinsam mit der Berglandschaft im Hintergrund. Beim Aufsteigen mit der Drohne bemerkte ich, was für ein tolles Motiv die beiden Kapelle abgeben. 

Der Turm San Giovanni mit der Kapelle Santa Barbara im Hintergrund, Tolpei, Südtirol
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/640 Sek.

Aus einer etwas größeren Entfernung, war es dann möglich die beiden Kapellen auf ein Bild zu bekommen. 

Chiesa Santa Barbara und San Giovanni in Tolpei, Südtirol
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/500 Sek.

Nachdem wir alle Aufnahmen im Kasten hatten, stiegen wir zurück ins Auto und fuhren zum Parkplatz Furnacia, von dem aus wir eine kleine Wanderung hin zu den Armentara Wiesen starten wollten. 

Dolomites UNESVO World Heritage
24 mm, ISO 100, f/10, 1/250 Sek.

Auf dem Parkplatz waren noch genügend freie Plätze und man musste keine Gebühren zahlen. Nach einigen Minuten durch den Wald, aus dem man einige Male einen tollen Ausblick auf entfernte Berge im Norden hatte, erreichten wir bereits die Armentara Wiesen. 

Beginn der Armentara Wiesen
20 mm, ISO 160, f/8.0, 1/125 Sek.

Als Ziel hatten wir uns gesetzt zumindest bis in Sichtweite mit der Heilig Kreuz Kirche und dem, sich daneben befindenden, Hospitz zu kommen. Die bunten Blumenwiesen und die vielen kleinen Hütten überall boten sehr viel Fotomotive, weshalb wir immer wieder stehen blieben und Fotos machten und sich der Weg immer länger zog. 

Blumenwiesen und Bergmassiv
32 mm, ISO 100, f/10, 1/100 Sek.

Die Berge, die sich vor einem auftürmen, sind der Neuner und der Zehner und an der Heilig Kreuz Kirche der Heiligkreuzkofel. Läuft man den Armentara Wiesen hinauf, läuft man quasi direkt drauf zu, bzw. entlang der Bergkette. 

Berghütten vor Neuner und Zehner
18 mm, ISO 100, f/8, 1/100 Sek.

Blickt man in die andere Richtung, mehr Richtung Süd-Westen so schmiegen sich sanft die Hügel voller Blumen in die Landschaft. Steht die Sonne noch recht günstig am Morgen kann man hier die Stärke des Polfilters noch voll ausnützen und Kontrast in den Himmel zaubern, als auch die Farben der Wiese verstärken. 

Hügel der Armentara Wiesen
35 mm, ISO 160, f/11, 1/160 Sek.

Wir kamen in Sichtweite der Heilig Kreuz Kirche und suchten uns eine gemütliche Bank für eine kleine Rast. Außerdem startete ich meine Drohne, um Aufnahmen der Heilig Kreuz Kirche mit dem Heiligkreuzkofel machen zu können. Diese wäre aus keiner Position am Boden gut zu realisieren. 

Wanderwege am Heiligkreuzkofel
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/800 Sek.

In nur wenigen Sekunden Flugzeit erreichte ich die Höhe und Entfernung, von wo aus ich die Heilig Kreuz Kirche und das Hospitz fotografieren konnte. 

Wanderwege, Bodenerosion und Heilig Kreuz Kirche
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/640 Sek.

Um den Heiligkreuzkofel mit auf das Bild zu bekommen, musste ich ein wenig weiter weg vom Berg fliegen in Richtung des Tals. Aber die Sonne stand recht günstig und hoch, weshalb das kein Problem darstellte und ich beides auf einem Foto einfangen konnte. 

Heilig Kreuz Kirche vor dem Heiligkreuzkofel
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/1000 Sek.

Als die Drohne wieder im Rucksack verstaut war, genossen wir noch ein wenig die Landschaft, ehe wir uns auf den Rückweg machten. 

Landschaft genießen auf den Armentara Wiesen
18 mm, ISO 100, f/8, 125 Sek.

Auf dem Rückweg, bergab, hielt ich ausschau nach einigen tollen Motiven. In der Ferne entdeckte ich ein en einsamen Baum, der von den aufziehenden Gewitterwolken am Horizont "eingerahmt wurde". Ich schraubt meine längste Brennweite, die ich im Rucksack hatte, mein Sigma 105 mm auf die Kamera und positionierte mich auf der idealen Position, so dass der Baum vollends "innerhalb" der Wolke stand. Ein schönes Foto, wie ich finde, ist daraus entstanden. 

Baum auf einer der Armentara Wiesen
105 mm, ISO 160, f/11, 1/500 Sek.

Immer mehr Wolken zogen auf und so gab es immer mehr Licht- und Schatten-Spiele auf den Wiesen zu beobachten. Ich musste einfach noch einige Fotos machen und konnte nicht direkt zum Parkplatz gehen. Es hat sich durchaus gelohnt. 

Licht und Schatten, Armentara Wiesen
28 mm, ISO 100, f/11, 1/60 Sek.

Messner Mountain Musseum am Kronplatz

Eingang des Messner Mountain Musseum (Architekt Zara Hadid)
18 mm, ISO 100, f/3.2, 1/5000 Sek.

Am nächsten Tag sind wir auf den Kronplatz, um dort das Messner Mountain Musseum zu besuchen. Für jeden Bergliebhaber, aber vor allen Dingen Bergsteiger, gibt es hier Bergkunst und viele Sammelsurien ehemaliger Bergsteiger zu sehen. Man kann die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte und der technologische Fortschritt, der auch im Bergsteigen für neue Rekorden sorgt, begutachten. 
Es gibt interessante Bilder zum anschauen, Anekdoten und Geschichten und viele Zitate von Bergsteigern, die an den Wänden des interessanten Gebäudes stehen, zu lesen. Ein Video von Reinhold Messner rundet die Ausstellung ab. 

Balkon des Messner Mountain Musseum
18 mm, ISO 100, f/8, 1/400 Sek.

Ein Tipp für Berg- und Fotoliebhaber: Unten an der Talstation gleich ein Kombiticket kaufen und etwas Geld sparen. Darin enthalten ist die Berg- und Talfahrt mit der Bergbahn und der Eintritt in das MMM, sowie das nur wenige Meter entfernte Musseum Lumen.
Dort geht es um die Bergfotografie, die Entstehung, ihre Entwicklung und ihre Erkenntnisse. Absolut Empfehlenswert!

Mountainbiker am Kronplatz
19 mm, ISO 100, f/3.2, 1/1000 Sek.

Pragser Wildsee

Morgenstimmung am Pragser Wildsee
18 mm, ISO 100, f/8, 1/20 Sek.

Am heutigen starteten wir ganz früh, denn wir wollten am Pragser Wildsee ankommen, noch bevor dort die Sonne zu hoch über den, um ihn liegenden, Bergen scheint. Der Pragser Wildsee ist unter Privatbesitz, weshalb dort Drohnen fliegen verboten ist. Der Parkplatz vor dem Hotel am Pragser Wildsee, ist für Besucher gedacht und kostet nur ein paar Euro. Wir waren positiv überrascht, dass dieser nicht überteuert war. 

Panorama Pragser Wildsee am Morgen
18 mm, ISO 100, f/8, 1/10 Sek.

Wir parkten das Auto in gingen schnurstracks Richtung See. Vorab hatten wir uns in Google Earth bereits ein wenig orientiert, wohin wir laufen müssen und wo die schönen Fotospots sind. Meine Frau genoss den Anblick der Natur, als ich mit Fotografieren beschäftigt war. 

Ambiente des Pragser Wildsees genießen
35 mm, ISO 100, f/8, 1/13 Sek.

Ein sehr bekannter Fotospot ist natürlich die Hütte des Bootsverleih auf dem Pragser Wildsee. Dieser öffnet erst um 8 Uhr. Bis dahin möchten wir unsere Aufnahmen alle bereits im Kasten haben. Mit zunehmender Sonneneinstrahlung und Temperatur wird nämlich auch das Wasser des Sees unruhiger und damit die Spiegelungen deutlich schlechter. 

Hütte des Bootsverleih am Pragser Wildsee
18 mm, ISO 100, f/8, 1/10 Sek.

Da meine APS-C Kamera (Nikon D7200) mit dem 18 mm Objektiv nicht ganz ausreichten, um die tolle Landschaft einzufangen, stellte ich die Kamera hochkant auf das Stativ und machte wiedermal ein Panorama aus mehreren Einzelaufnahmen. 

Panorama des Pragser Wildsees
18 mm, ISO 100, f/11, 1/3 Sek.

Als ich zufrieden mit den Ergebnissen auf den Fotos war, gingen wir einige Schritte gegen den Uhrzeigersinn um den See, am Hotel vorbei zur kleinen Kapelle. Dort setzten wir uns an den Rand des Sees, genossen die Idylle und Frühstückten erst einmal. 

Kapelle am Pragser Wildsee
18 mm, ISO 400, f/10, 1/160 Sek.

Es gibt schlechtere Aussichten beim Frühstück
18 mm, ISO 100, f/10, 1/13 Sek.

Nach dem wir uns gestärkt hatten und nun die Müdigkeit aus unseren Augen auch verschwunden war, wollten wir noch eine Runde um den See laufen. Schon nach wenigen Metern hielt ich aber das erste mal für ein kleines Foto. 

Fels im Pragser Wildsee
24 mm, ISO 100, f/10, 1/15 Sek.

Beim Wandern wurde uns schnell klar, dass der Pragser Wildsee ein wenig kleiner als der Eibsee, den wir vor einigen Tagen besuchten sein muss, da wir recht schnell am hinteren Ende ankamen. Dort kam gerade so die Sonne über den Berg, was ich direkt ausnutzen musste, um sie als schönen Sonnenstern zu fotografieren. Hierzu möglichst weit abblenden, ohne die Blende dabei zu viel zu schließen. 

Sonnenstern über dem Pragser Wildsee
18 mm, ISO 200, f/11, 1/60 Sek.

Einige Meter weiter entdeckte ich einige schöne weiße Steine im See liegen, die ich ebenfalls noch in einem Foto verewigen wollte. In der Bildkomposition versuchte ich die Spiegelung, oder Schatten des Berges, von den Steinen zu separieren, so dass diese sich nicht gegenseitig im Bildaufbau stören. 

Steine im Pragser Wildsee
18 mm, ISO 100, f/14, 1/13 Sek.

Der Rückweg führte uns im Schatten des Berges zurück zum Ausgangspunkt. Auf dieser Seite des Sees sind sogar einige Höhenmeter zu überwinden, aber alles sehr moderat. Die Umwanderung kann also durchaus mit kleinen Kindern, oder aber, wenn man nicht mehr zu gut auf dem Fuß ist, gewandert werden. 
Höhenmeter sammeln am Pragser Wildsee
Höhenmeter sammeln am Pragser Wildsee
Der Weg hinauf
Der Weg hinauf
Von hier aus, ist auch gut das Hotel am Pragser Wildsee zu sehen, unter dessen Privatbesitz der See ist. Dieser ist, mit seinen Wegen, wirklich außerordentlich gut gepflegt und die Lage natürlich absolut traumhaft. Das soll keine Werbung sein, aber es ist uns wirklich aufgefallen. Leider ist es immer noch häufig der Fall, das Leute ihren Müll liegen lassen, absichtlich oder unabsichtlich, aber hier konnten wir nichts entdecken und wir hoffen, das bleibt auch so, auch wenn dieser Ort weiter in seiner Popularität steigen wird. 

Hotel am Pragser Wildsee
18 mm, ISO 100, f/4, 1/250 Sek.

Erdpyramiden von Percha

Erdpyramiden von Percha
18 mm, ISO 200, f/8, 1/200 Sek.

Den nächsten Ort, den wir besuchten, bietet auf Fotos den Eindruck, als sei er nicht von dieser Welt. Eine Landschaft, wie man sie auf einem anderen Planeten erwarten würde, bekommt man in der Nähe des Dorfes Percha zu sehen. Die sogenannten Erdpyramiden. Es ist möglich bis zu diesem Ort mit dem Auto zu fahren, allerdings gibt es dort nur sehr wenig Platz zum parken, weshalb es besser ist, auf dem Waldparkplatz oberhalb von Oberwielenbach zu parken und ca. 30min durch den Wald zu wandern. 

Zum Staunen: Erdpyramiden bei Percha
24 mm, ISO 200, f/8, 1/160 Sek.

Man frägt sich eigentlich pausenlos, beim Anblick der Erdpyramiden, wie diese spitz zulaufenden Erdhügel die großen schweren Gesteinsbrocken halten können. Diese sind allerdings genaugenommen der Grund dafür, warum diese "Pyramiden" entstehen konnten.  

Überlebende des Erdrutsches?
35 mm, ISO 200, f/8, 1/250 Sek.

Grund für diese spezielle Landschaft ist in der Tat ein Erdrutsch gewesen. Jedes Jahr verändert sich das Aussehen der Erdpyramiden, denn normale Erosion durch Regen und Schnee verändern die Gestalten ständig. 

Riesige Türme die Erdpyramiden von Percha
18 mm, ISO 200, f/8, 1/125 Sek.

Nach dem wir einige Zeit mit Staunen verbracht hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zum Parkplatz, denn für den Nachmittag war Regen angesagt. 

Aufziehende Wolken bei Percha
18 mm, ISO 100, f/4, 1/1000 Sek.

Nach einigen Metern über Wiese geht es zurück in den Wald und in diesem stetig bergab bis zum Parkplatz. 

Waldege bei Percha
35 mm, ISO 200, f/2.8, 1/400 Sek.

Bergab im Wald
35 mm, ISO 200, f/2.8, 1/250 Sek.

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