Ausrüstung:
Kamera: Nikon D7200
Objektive: Sigma 18-35mm F1,8 DC HSM Art, 
Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G,
Sigma 105 mm F2,8 EX Makro DG OS HSM
Tag 1: Anfahrt über den Eibsee

Eibsee am Morgen, die Zugspitze in den Wolken
18 mm, ISO 100, f/10, 1/15 Sek.

Ziemlich genau auf dem halben Weg von unserem Zuhause nach Südtirol liegt der malerische Eibsee in Bayern. Da wir zuvor noch nie vor Ort waren, ließen wir es uns also nicht nehmen einen Zwischenstopp einzuplanen. 

Morgenstimmung am Eibsee
105 mm, ISO 800, f/4.5, 1/640 Sek.

Als wir eintrafen war der See menschenleer - nur ein kleines Paddelboot fuhr vor der Insel mit dem kleinen Häusschen vorbei. Wir nutzten die Idylle dazu einige Bilder zu machen, zu frühstücken und natürlich eine Runde um den See zu laufen. 

Insel im Eibsee mit karibisch gefärbtem Wasser
50 mm, ISO 100, f/7.1, 1/25 Sek.

Die Runde hat circa 7 km und 80 Hm. Wir liefen sie direkt vom Parkplatz aus gegen den Uhrzeigersinn ab. Wer Wenig Zeit hat sollte ebenfalls diese Richtung einschlagen und sobald es ihm reicht umkehren. Der schönere Ausblick ist nämlich vom Nordufer in Richtung Süden und der Zugspitze zu erleben.

Mit Moos bedeckter Baum, Eibsee, Bayern
50 mm, ISO 320, f/3.2, 1/100 Sek.

Nach unserem Spaziergang ging es zurück ins Auto und dann für weitere knapp 3 Stunden Richtung Süden nach Südtirol. Unsere Unterkunft lag in St. Vigil, einem kleinen aber durchaus bekanntem Ort für Skifahrer. 

Ausblick aus der Unterkunft, St. Vigil, Dolomiten. 
50 mm, ISO 100, f/8, 1/160 Sek.

Tag 2: Barbianer Wasserfälle und Dreikirchen
Am Tag nach unserer Anreise wollten wir gleich drei Dinge auf einmal tun, da wir einige Kilometer mit dem Auto zurücklegen mussten. Wir fuhren nach Badia, um dort einen Wasserfall und Dreikirchen zu besuchen, danach nach Kastelruth und Abends noch auf die berühmte Seiser Alm. 

Der Schiefe (Kirch-)Turm von ... Badia.
35mm, ISO 100, f/3.5, 1/400 Sek.

Für die Wanderung am Morgen zum Wasserfall und Dreikirchen steuerten wir den Parkplatz in der Mitte von Barbian an. Wenn ihr den Kirchturm seht, der ein wenig aus dem Wasser geraten ist, seid ihr richtig. 

Leitplanken auf "Südtirolerisch"
35 mm, ISO 100, f/3.2, 1/250 Sek.

An der Kirche vorbei sollte man erst aus dem Ort heraus laufen und nach dem letzten Haus rechts den steilen Weg nach oben laufen. Dann ist man auf dem richtigen Weg zu den Barbianer Wasserfällen. Über Wiesen, vorbei an einigen Bauerhöfen und unter einigen Bäumen vorbei erreicht man nach ca. 45min den unteren Barbianer Wasserfall. 

Vorbei an Bauernhöfe
35 mm, ISO 100, f/3.2, 1/320 Sek.

Das letzte Stück durch den Wald
30 mm, ISO 400, f/4, 1/100 Sek.

Der Wald schluckt den Schall des großen Wasserfalls recht gut, erst weniger Meter bevor man ihn erreicht hört man plötzlich das starke Rauschen der Wasserfälle. 

Barbianer Wasserfölle
31 mm, ISO 400, f/8, 1/320 Sek.

Der nächste Teil der Wanderroute geht seitlich der Wasserfälle hinauf bis zu den oberen Wasserfällen. Alle Wege gut gesichert du Holzgeländer oder Stahlseile geht es immer wieder hinein in den Wald und hinaus zu tollen Aussichtspunkten, von denen man bis zur Seiser Alm schauen kann. 

Blick auf die Seiser Alm
18 mm, ISO 100, f/5.6, 1/100 Sek.

Oben angekommen war es für mich erstmal Zeit meine Drohne auszupacken. Ich wollte einige Meter wegfliegen, um die Wasserfälle aus der Vogelperspektive in der Totalen aufzunehmen. Ich war überrascht, wie weit ich wegfliegen musste, um die Wasserfälle auf ein Bild zu bekommen. Die Drohne war nur noch als schwarzer kleiner Punkt am Himmel zu erkenne. 

Aussichtspunkt an den Barbianer Wasserfällen
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/640 Sek.

Aber ich habe es geschafft, ohne die gesetzlichen Einschränkungen zu missachten. In Italien gilt ein generelles Flugverbot über 70m. Diese habe ich zuvor in der Flug-App eingestellt.  
Am oberen Rand kann man den Aussichtspunkt erkennen, von wo aus ich gestartet bin und einigermaßen erahnen, wie groß die Wasserfälle sind. 

Barbianer Wasserfälle aus der Luft
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/640 Sek.

Nach einer kleinen Pause gingen wir weiter. Zurück in den Wald hinein in Richtung Dreikirchen. Alles ist super ausgeschildert und man kommt auch ohne GPS oder Wander-App leicht am Ziel an. 

Zurück in den Wald entlang dem Wanderweg 6
18 mm, ISO 100, f/4.5, 1/40 Sek.

Der Weg verläuft nun erstmal wenig anstrengend durch den Wald, bevor wir ihn bei großer Hitze verlassen. Vorbei an kleinen Hütten und durch eine kleine Ortschaft hindurch kommen wir wieder in den Schatten-spendenden Wald. 

Hütte am Wegrand
18 mm, ISO 100, f/4.5, 1/125 Sek.

Aus dem Wald heraus, erreichen wir Dreikirchen. Und es war direkt klar, woher die kleine Ortschaft ihren Namen hatte. 

Dreikirchen
18 mm, ISO 100, f/4.5, 1/320 Sek.

Von hier aus ging es eigentlich fast stetig bergab Richtung Barbian zu unserem Auto. Nächster Stopp Kastelruth. 
Kastelruth und die Seiser Alm
Nur wenige Minuten mit dem Auto von Barbian entfernt ist Kastelruth. Es war ein Herzenswunsch meiner Frau in Kastelruth vorbei zu schauen. Hier wurde deutlich, was die Corona-Krise bedeutet: Kastelruth war beinahe Menschenleer. 
Die Geschäfte hatten geöffnet, also schlenderten wir ein wenig durch die Gassen und gingen in das ein oder andere Geschäft, um uns ein wenig umzuschauen. 

Kastelruth hinter Rosen und vor dem Bergmassiv "Rosengarten"
31 mm, ISO 100, f/3.5, 1/320 Sek.

Wir vertrieben uns einige Stunden die Zeit, tranken und aßen etwas, dann wollten wir Richtung Seiser Alm fahren. Da die Straße zur Seiser Alm zwischen 9 und 17 Uhr für private PKWs gesperrt ist, mussten wir noch einige Minuten rumbringen, also gestattete ich noch einer kleinen Kapelle in der Nähe einen Besuch ab. 

Kirche St. Valentin auf einem Hügel
35 mm, ISO 100, f/5, 1/250 Sek.

Der steile Weg Richtung Kapelle hatte es in sich. Man unterschätzt die Berge so oft und wir waren schon einige Kilometer gelaufen am heutigen Tag. Ich ließ mich dennoch nicht unterkriegen und schaffte es bis nach oben, für einen tollen Blick auf den "Rosengarten". 

Kirche St. Valentin vor dem Rosengarten
18 mm, ISO 100, f/8, 1/80 Sek.

Dafür ging der Rückweg um so schneller, da er nur bergab ging. Zurück im Auto war 17 Uhr vorbei und wir konnten auf die Seiser Alm fahren, die wir in wenigen Minuten erreichten. 

Haflinger auf der Seiser Alm
35 mm, ISO 100, f/5,, 1/500 Sek.

Der Parkplatz direkt an der Seiser Alm bei Compatsch war für 2 Stunden kostenfrei, man musste nur eine Parkscheibe ins Auto legen. Das taten wir und liefen eine halbe Stunde hinauf tiefer in die Seiser Alm. 

Idyllische Berghütten auf der Seiser Alm
28 mm, ISO 100, f/8, 1/125 Sek.

Beim Wandern auf der Seiser Alm hat man tatsächlich in alle 4 Himmelsrichtungen schöne Fotomotive und man kann schön ausprobieren, wie sich die Lichtrichtung auf die Bilder, die man schießt auswirkt. 

Wanderwege auf der Seiser Alm
35 mm, ISO 100, f/8, 1/160 Sek.

Tatsächlich wollten wir nicht mehr all zu weit laufen, da wir bereits 30.000 Schritte auf unseren Smart-Watches angezeigt bekamen und schon ziemlich platt waren. Deshalb setzen wir uns auf eine Bank und genossen ein wenig die Aussicht. 

Rein in die Seiser Alm
28 mm, ISO 100, f/8, 1/100 Sek.

Gemütlich auf der Bank sitzend, packte ich meine Drohne aus, um die Umgebung noch ein wenig aus der Luft zu erkunden. Die Größe der Seiser Alm wirkt auch aus der Luft imposant

Die Seiser Alm aus der Vogelperspektive
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/500 Sek.

Nach einigen Minuten der Beobachtung aus der Luft, entschlossen wir uns der tiefer stehenden Sonne entgegen zu laufen. Abwärts Richtung Parkplatz machten wir noch einige Aufnahmen der wunderschönen Umgebung und genossen das "Alleinsein", denn außer uns war niemand mehr zu sehen auf der Seiser Alm. 

Menschenleere Seiser Alm in der Goldenen Stunde
35 mm, ISO 200, f/8, 1/250 Sek.

Für uns war der kurze Ausflug zur Seiser Alm wirklich idyllisch. Könnte mir aber vorstellen, dass auf Grund der einfachen Zugänglichkeit, ohne Pandemie und Reisewarnungen hier durchaus die Hölle los sein kann. 

Untergehende Sonne auf der Seiser Alm
35 mm, ISO 200, f/8, 1/250 Sek.

Auf der  Heimfahrt zu unserer Unterkunft fuhren wir durch das Würzjoch. Beim Einstieg ins das Tal gibt es eine wunderschöne Kirche, die mittlerweile ein typisches Bild Südtirols darstellt, und regelrecht gehypt wird: Die Kapelle St. Johann in Ranui.

Kapelle St. Johann in Ranui
28 mm, ISO 100, f/10, 1/60 Sek.

Als wir ankamen war der Himmel wolkenlos und ziemlich langweilig. Eine halbe Stunde warteten wir an Ort und Stelle, als sich plötzlich diese Wolke direkt oberhalb des Bergkamms bildete und langsam direkt über die Kapelle zog. Als sie direkt über ihr war nahm ich dieses Foto auf. 
Als es im Kasten war hieß es schnell weiter auf das Würzjoch, um dort wenigstens noch etwas Licht zu haben. Und das hatten wir. Ein herrliches Alpenglühen, weshalb ich aus dem Auto sprang und ein spektakuläres Panorama aufnahm. 

Alpenglühen am Würzjoch
18 mm (Panorama) ISO 100, f/11, 1/250 Sek.

Wir fuhren am Joch vorbei und die Alpenstraße wieder bergab, da entschloss ich mich noch kurzerhand auf einem Parkplatz zu halten und noch einmal die Drohne steigen zu lassen. Um eine Aufnahme von der Straße zu machen, der Blick auf die immer noch angestrahlten Berge fand ich aber zudem ebenfalls interessant. 

Serpentinen in den Dolomiten
24 mm, ISO 260, f/2.8, 1/13 Sek.

Alpenglühen über den Wäldern
24 mm, ISO 100, f/2.8, 1/60 Sek.

You may also like

Back to Top