Ausrüstung:
Kamera: Nikon D7200
Objektive: Nikon AF-S NIKKOR 35 mm 1:1,8G,
Sigma 105 mm F2,8 EX Makro DG OS HSM,
Tokina SD 12-24 F4 (IF) DXII,
Nikon AF-S DX Nikkor 55-300 mm 1:4,5-5,6G ED VR
Ein Ziel war schnell gefunden, denn was liegt näher, als die berühmten Cinque Terre abzulaufen? Aber wo sollen wir wohnen, von wo aus gibt es Wandermöglichkeiten? Hierzu kauften wir uns einen Reiseführer und machten uns dann Gedanken, was wir unternehmen könnten, und wo wir vor allen Dingen wohnen könnten.

Malerisch und weitestgehend unbekannt: Levanto, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 400, f/2.8, 1/500 Sek.

Schnell wurde uns klar, dass übernachten in einem der Dörfer der Cinque Terre schwierig sein würde. Erstens waren die Appartments dort eher selten, überteuert oder bereits ausgebucht. Die Wahl viel auf ein Nachbartort: Levanto. Die Zuganbindung an die Cinque Terre ist hervorragend, die Kosten für eine Zugfahrt überschaubar und außerdem ist der Ort viel weniger überlaufen, eignet sich also viel besser für einen entspannten Urlaub. Auch die Ferienwohnung war deutlich günstiger. Der Strand war frei zugänglich und schon am ersten Abend machten wir unsere Lieblings-Eisbude ausfindig.
Erste Wanderung: Levanto - Monterosso

Levanto, Ligurien, Italien
16 mm, ISO 100, f/5.6, 1/640 Sek.

Als Wanderung für den ersten Tag, sozusagen als Einstig, haben wir uns die Route von Levanto nach Monterosso, dem ersten Dorf der Cinque Terre vorgenommen. Direkt nach den letzten Häusern Levantos, führt der Weg hinauf auf die umliegenden Hügel. Schon nach wenigen Minuten Gehzeit hat man einen herrlichen Ausblick über den toll in die Natur eingebettenen Ort.

Steil bergauf über unzählige Stufen, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/2.8, 1/500 Sek.

Der Weg ist auf der ganzen Strecke selten gerade, sondern führt uns immer wieder hoch und runter über unzählige Stufen und Tritte hinweg. Schon jetzt merken wir, dass er wärmer werden würde, als gedacht. Glücklicherweise hatten wir genügend Trinken eingepackt.

Freie Sicht aufs Mittelmeer, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/2.2, 1/3200 Sek.

Der Weg ist allerdings wirklich atemberaubend. Immer wieder hat man freie Sicht über das Mittelmeer. Gegen Mittag waren wir um jeden Busch, der uns etwas Schatten spendete froh. So dass wir auch mal ein Päusschen einlegten und einfach die Natur genossen. Dieser Wanderweg war richtig toll. Zudem waren nur wenige Menschen unterwegs, die wir trafen.

Willkommener Schattenplatz, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/400 Sek.

Es ist also wirklich lohnenswert, sich nicht nur die Cinque Terre anzuschauen, wenn man hier in der Gegend ist, sondern auch die Wanderwege rund herum, die an dieser Steilküste ziemlich einmal sein dürften.

Aussicht auf die Steilküste, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/5.6, 1/500 Sek.

Nach einigen Stunden wandern auf felsigen Tritten durch Weinberge und Schotterwegen durch Büsche und Bäume sahen wir ziemlich genau gegen 12 Uhr das erste Mal die Küste mit den fünf Dörfern - die Cinque Terre.

Die Küste mit den Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/5.6, 1/1000 Sek.

Unser Ziel, Monterosso, lag nur noch einen Steinwurf entfernt, einige wenige Kilometer bergab. Wir hatten es also schon so gut wie geschafft.

Monterosso, Cinque Terre, Ligurien, Italien
24 mm, ISO 100, f/5.6, 1/500 Sek.

Ebenfalls konnten wir den Wanderweg zwischen den ersten Dörfern ausfindig machen und schon erahnen, was uns in den nächsten Tagen erwartet, sobald wir den Weg über die fünf Dörfer ablaufen wollen.

Malerisch eingebettet, die Cinque Terre, Ligurien, Italien
24 mm, ISO 100, f/5.6, 1/160 Sek.

Angekommen in Monterosse wurde uns klar, warum die Preise hier deutlich teurer sind und kaum Appartments verfügbar waren. hier war einfach die Hölle los. Die Beliebtheit dieser Dörfer ist einfach enorm. Kein Wunder, dass die Wanderroute mittlerweile Eintritt kostet und nur noch eine bestimmte Anzahl an Menschen pro Jahr diesen Weg ablaufen dürfen. Mehr wäre für die Natur und alle die hier leben einfach nicht akzeptabel.

Der "überfüllte" Badestrand von Monterosso, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/250 Sek.

Für den Heimweg nutzten wir die Bahn. Levanto war genau eine Haltestation entfernt, so dass wir nach wenigen Minuten wieder bei uns im Ort waren. Nach dem wir uns gestärkt hatten gingen wir Abends wieder zu unserer Lieblings-Eisbude und nutzten die blaue Stunde für ein paar Aufnahmen am Strand von Levanto.

Blaue Stunde in Levanto, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/13, 5 Sek.

Die Aufnahmen beweißen, dass auch Levanto einen tollen Charme hat, gerade, wenn man den Trubel um die Cinque Terre etwas satt hat und die Ruhe genießen möchte.

Blaue Stunde in Levanto, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/11, 8 Sek.

Blaue Stunde in Levanto, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/13, 15 Sek.

Blaue Stunde, Ligurien, Italien
14 mm, ISO 100, f/13, 10 Sek.

Die Straßen in Levanto selbst sind Italien-typisch: eng, verwinkelt, dunkel, aber überall ist Leben, es wird diskutiert, gestikuliert aus manch offenem Fenster halt der Fernseher. Alles wirkt bekannt für uns und wir fühlen uns wohl.

Streets of Levanto, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 800, f/2.5, 1/60 Sek.

Wanderung durch die Cinque Terre
Monterosso - Vernazza - Corniglia - Manarola - Riomaggiore

Monterosso, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/2.8, 1/400 Sek.

Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung ist Monterosso. Mit dem Zug erreichen wir die Station in Monterosso innerhalb weniger Minuten. Am frühen Morgen ist der Strand auch noch deutlich leerer, als gestern zur Mittagszeit. Monterosso ist zweigeteilt. Verbunden durch einen Tunnel, man kann aber auch außen herum laufen, erreicht man den zweiten Teil des Ortes.

Hafen von Monterosso, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/4, 1/640 Sek.

Hier gibt es keinen großen Strand, dafür einen kleinen Hafen mit Anlegestellen für kleinere Schiffe und Boote. Monterosso wirkt eigentlich am untypischsten, wenn man so die anderen Cinque Terre betrachtet. Deutlich weniger bunte Häuser, außerdem ist der Ort nicht ganz so "gequetscht" als die anderen Dörfer.

Kirchturm, Monterosso, Cinque Terre, Ligurien, Italien
240 mm, ISO 100, f/5.3, 1/640 Sek.

Wir laufen los. Auch der heutige Weg hält einige Anstiege über Treppen und Tritte bereit. Die Temperatur wird auch heute kaum kühler sein, weshalb wir uns ausreichend mit Trinken ausgestattet haben. Schon wenige Meter, nach dem wir Monterosso verlassen haben, ging es steil bergauf.

Steil bergauf über unzählige Stufen, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/2.8, 1/80 Sek.

Wie wir bereits geahnt hatten, bietet auch dieser einmalige Wanderweg, der zwischen atemberaubend liegenden Weinbergen führt, viele herrliche Aussichten über das Mittelmeer.

Weinberge umgeben den Wanderweg, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/2.8, 1/200 Sek.

Nach ca. 1 Stunde auf den Pfaden zwischen Monterosso und Vernazza bekamen wir unser ersten Zwischenziel vor Augen: Vernazza.

Vernazza, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 250, f/2.8, 1/1600 Sek.

Herrlich, wie sich die Dörfer an die Küste schmiegen und die Verbindung zwischen Meer und Land bilden.

Vernazza, Cinque Terre, Ligurien, Italien
105 mm, ISO 250, f/2.8, 1/5000 Sek.

Der Weg bietet auch immer wieder die Möglichkeit zurück zu schauen. Ein Blick in Richtung Monterosse lässt uns den Weg erblicken, den wir gestern über die Küste genommen hatten, als wir von Levanto nach Monterosso wanderten.

Ein Blick zurück nach Monterosse, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 250, f/2.8, 1/2000 Sek.

Eine weitere halbe Stunde später waren wir Vernazza schon deutlich näher. Ich verliebte mich sofort in den Anblick des Dorfes. Für mich persönlich das schönste Dorf der Cinque Terre.

Vernazza, eingerahmt von Natur, Meer und Berge, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/160 Sek.

Wir wanderten zwischen den Weinbergen hinab zum Dorf. Je näher wir kamen, desto aufgeregter wurden wir. Definitiv war die Cinque Terre auf unserer Bucket-List, aber nach dem der Funke in Monterosso noch nicht

Weinberge bei Vernazza, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/200 Sek.

Gut eine halbe Stunde haben wir gebraucht, aber auch weil wir immer wieder den Anblick genossen haben und Bilder machten.

Vernazza, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/160 Sek.

Als wir kurz vor dem Ort waren setzten wir uns auf eine Bank und genossen die tolle Aussicht. Ich für mich habe in diesem Moment einen Beschluss gefasst, doch dazu später etwas mehr.

Vernazza, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/5.6, 1/250 Sek.

Nach einigen Minuten in der Sonne gingen wir durch schmale verwinkelte Gassen und Treppen hinab zur "Hauptstraße" des Ortes. Dort findet man alles, um sich zu stärken: Eisläden, Foccacerias, Cafés und einen Brunnen, um die Trinkwasserreserven wieder aufzufüllen.

Gassen Vernazzas, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/5.6, HDR

Nachdem wir uns das Dorf ein wenig angeschaut haben gingen wir weiter auf unserem Wanderweg hinauf auf den nächsten Hügel. Es war nun bereits kurz vor 12h.

Vernazza von der anderen Seite, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/320 Sek.

Ein Blick zurück und wir sehen, das bereits erreichte des heutigen Tages.

Vernazza und Monterosso, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/250 Sek.

Nach gerade einmal 30 Minuten Fußmarsch haben wir bereits auf das nächste Dorf der Cinque Terre einen fantastischen Blick: Corniglia.

Flora und Fauna und Corniglia, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/8, 1/100 Sek.

Corniglia, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/8, 1/80 Sek.

Corniglia ist das einzige der 5 Dörfer der Cinque Terre, das keinen direkten Zugang zum Meer besitzt. Es liegt oben auf einem Hügel und nur über Treppen ist das Meer erreichbar. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum es hier deutlich ruhiger zuging, als zuletzt in Vernazza. Auch eine Anlegestelle für die Cinque Terre Schiffstour gibt es in diesem überschaubaren Ort nicht.

Corniglia, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/8, 1/100 Sek.

Der Weitere Fußmarsch war weniger beschwerlich. Oben entlang auf der Steilküste führt er vorbei an manch kleine allein gelassene Häuser, mit deutlich weniger Anstiegen.

Wanderweg Richtung Corniglia, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/8, 1/200 Sek.

Die Temperaturen und die bruzzelnde Sonne stärkten immer mehr das Verlangen einfach mal in das kühle Nass des Mittelmeers zu springen, leider war die Küste etwas zu hoch, auch wenn man auf Grund solcher Bilder kaum widerstehen konnte.

Ein Blick hinab der Steilküste, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 125, f/2.8, 1/320 Sek.

Nur einem Freund machte die Sonne so mal überhaupt nichts aus, er nutzte sie, um sich mal wieder richtig aufzuladen.

Eidechse in der Sonne, Cinque Terre, Ligurien, Italien
105 mm, ISO 400, f/9, 1/1250 Sek.

Nach knapp etwas über einer Stunde marschieren, erreichten wir die Kirche in Corniglia, von der aus der Weg weiter Richtung Manarola führen sollte. Wir entschieden uns ein wenig im Schatten der Häuser sitzen zu bleiben und stärkten uns ein wenig, bevor wir weiterliefen.

Bella Italia, Corniglia, Cinque Terre, Ligurien, Italien
24 mm, ISO 400, f/9, 1/640 Sek.

Auch Corniglia verfügte über so manch winklige Gasse und Treppen. Ein Architekt kann sich das nicht so schön ausdenken, dachten wir uns.

Treppen und Gassen von Corniglia, Cinque Terre, Ligurien, Italien
16 mm, ISO 400, f/4, 1/100 Sek.

Gassen von Corniglia, Cinque Terre, Ligurien, Italien
14 mm, ISO 400, f/4.5, 1/125 Sek.

So gegen 14 Uhr brachen wir auf, um Nummer 4 von 5 Dörfern zu erreichen: Manarola. Der Weg führte uns über Dutzende Treppen hinab zur Zugstation. Eigentlich könnten wir ja abkürzen, aber nix da, wir gehen den Weg zu Fuß!

Ein Blick Richtung Manarola, Corniglia, Cinque Terre, Ligurien, Italien
24 mm, ISO 640, f/4, 1/3200 Sek.

Circa eine halbe Stunde Fußmarsch trennen Corniglia und Manarola voneinander. Der Weg beginnt unterhalb der Gleise und führt unten am Meer entlang und ist wenig beschwerlich. Vorbei an ein paar alten schrottigen Wellblechhütten, bis ... ja, bis er plötzlich nicht mehr weiter führte. Ein Erdrutsch an der Steilküste hat den Weg weggespült und bisher machen die Italiener nicht den Eindruck, als dass sie den Weg erneuern würden. Das ist Schade. Wir laufen die 15 Minuten zurück, die wir bis hier her gebraucht haben und warteten auf den nächsten Zug, der uns nach Manarola bringen sollte. Naja, wenigstens haben wir's versucht, den Weg zu laufen.

Ankunft in Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/6.3, HDR

Wir schauten uns ein wenig um und beschlossen, dass wir hier nochmal an einem Abend herkommen müssen. Die untergehende Sonne müsste gerade hier für tolle Bilder sorgen.  Also liefen wir weiter, um unsere Tour zu beenden.

Rückseite von Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, F76.3, 1/200 Sek.

Von Manarola nach Riomaggiore ist es gefühlt ein Katzensprung. Allgemein kann man sagen, dass die Tour in der Richtung, in der wir sie gelaufen sind von Etappe zu Etappe einfacher wurde, was sicher seine Vorteile hatte.

Lost?, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/6.3, 1/125 Sek.

Nach weniger als 30 Minuten erreichen wir Riomaggiore. Hier bekommt der Ausdruck "eng" eine neue Dimension. Die Gassen und Treppchen sind kaum zu vergleichen mit allem davor dagewesene. Noch eine Stufe enger gestaltet sich hier die ganze Geschichte. Erst weiter oben, wenn man ein wenig die Straßen hinauf läuft, wird es ein wenig geräumiger.

Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/6.3, 1/160 Sek. 

Wir beenden unseren Tagesausflug und fuhren um 16 Uhr mit dem Zug zurück nach Levanto. Nach dem wir zu Abend gegessen haben, beschlossen wir mit dem Zug noch einmal zurück nach Vernazza zu fahren, um dort Aufnahmen in der Blue Hour zu machen. Gesagt getan. Gegen 21:38 Uhr schoss ich dieses Bild.

Vernazza at night, Cinque Terre, Ligurien, Italien
16 mm, ISO 100, f/14, 30 Sek.

In den Sekunden während ich das Bild aufnahm, hielt ich um die Hand meiner Frau an. Ich zückte den Ring, noch bevor ich aussprechen konnte, sagte sie ja. Einen schöneren Ort konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Romantisch schön. Kann ich also nur empfehlen.
La Spezia

La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/80 Sek.

Um uns ein wenig von der Wanderei zu erholen, planten wir für heute einen Ausflug nach La Spezia, um von dort aus mit dem Schiff die Cinque Terre abzufahren. Die große Stadt ist natürlich ebenfalls mit dem Zug ein aller Kürze zu erreichen.  Gefühlt 80% der Zugfahrt befindet man sich zwar in Tunnels, aber die Landschaft konnten wir ja gestern bereits bewundern und werden wir im Laufe des Tages vom Schiff aus zu Gesicht bekommen.

Hafen von La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/250 Sek.

La Spezia verfügt über einen großen Hafen, in dem man viele Segelboote, Fischkutter, Yachten und so einige Militärschiffe zu Gesicht bekommt. Es lohnt sich also durchaus mal ein wenig durch die Gegend zu laufen.

Fischerboote im Hafen von La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/400 Sek.

Trotz der Größe der Stadt, hat sich auch La Spezia einen typischen italienischen Flair erhalten, Hunderte von riesigen Palmen entlang des Hafens zeugen vom milden Klima, dass in Ligurien herrscht.

Segelboote im Hafen von La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/400 Sek.

Unter einer großen, klappbaren Hängebrücke, die quer über eine Hafenausfahrt führt, konnten die Segelboote den Hafen verlassen. Wir beobachteten dieses Schauspiel einige male, ehe wir weiter auf Erkundung gingen.

Klappbare Hängebrücke, La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/250 Sek.

Neben dem normalen Hafen für all die privaten Yachten und Segelboote, sowie großen Kreuzfahrtschiffen, besitzt La Spezia einen der riesigen Binnenhafen, den man aus der Ferne sehr gut sehen kann.

Binnenhaften von La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/200 Sek.

Ebenfalls liegt in La Spezia ein großer Marinestützpunkt des Landes. Dieser wurde zwar mittlerweile massiv verkleinert, dennoch findet man einige interessante Militärschiffe anliegen.

Militärschiffe in La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/160 Sek.

Vom Boot aus, kann man ebenfalls die Gebäude des Marinestützpunktes auf einer Halbinsel sehen.

Marinestützpunkt, La Spezia, Ligurien, Italien
58 mm, ISO 100, f/5.6, 1/640 Sek.

Sowie einige alte Militärgebäude und Militärausrüstung.

Altes Militärgebäude, La Spezia, Ligurien, Italien
210 mm, ISO 100, f/5.6, 1/640 Sek

Schifffahrt zu den Cinque Terre

La Chiglia, Ligurien Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/125 Sek.

Empfehlenswert finde ich, eine Bootsfahrt von La Spezia aus zu den Cinque Terre. Meiner Meinung nach, macht es Sinn sich ein Tagesticket zu besorgen und dann von Ort zu Ort mit dem Schiff zu fahren. Zur Hauptreisezeit, kann dies zwar ein ziemliches Gedränge bedeuten, allerdings ist die Aussicht auf die Landschaft, in der die Cinque Terre eingebettet liegen wirklich einmalig.

Chiesa di San Pietro, Porto Venere, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/250 Sek.

Mit dem Boot fährt man einmal um die Landzunge, vorbei an Porto Venere, das ebenfalls wie die Cinque Terre über viele bunte Häuser verfügt, aber leider nicht direkt an das Schienennetz angebunden ist.

Chiesa di San Pietro, Porto Venere, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/250 Sek.

Auf dem letzten Ende der Landzuge, an der engsten Stelle zu einer nahegelegenen Insel, befindet sich hoch oben auf dem Felsen eine katholische Kapelle, mit dem Namen Chiesa di San Pietro, die man mit dem Schiff fast komplett umrundet.

Chiesa di San Pietro, Porto Venere, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/320 Sek.

Im weiteren Verlauf der Fahrt fährt man entlang der kilometerlangen Steilküste von Ligurien. Kleinere Dörfer und Häuser sieht man auf den höheren Lagen in den Hang gebaut.

Steilküste, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/125 Sek.

Nach fast einer Stunde fahrt erreicht man Riomaggiore, das erste Ort der Cinque Terre (aus dieser Richtung).

Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/160 Sek.

Von der Anlegestelle des Schiffs, erreicht man über wenige Stufen den "Hafen" von Riomaggiore. Man ist also direkt im Geschehen.

Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6, 1/250 Sek.

Aus der Wasserperspektive sieht man wie dicht die Häuser aneinander gestaffelt sind. Den Eindruck der engen Gassen, den man hat, wenn man durch das Dorf läuft, bestätigt sich also auch, wenn man es von hier aus sieht.

Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/5.6 1/320 Sek.

Wir fahren weiter nach Manarola, das man nach weniger als 20 Minuten mit dem Schiff erreicht. Dort konnten wir einige mutige junge Männer beobachten, wie sie bei sommerlichen Temperaturen von den großen Felsen, die vor dem Dorf lagen, in das kühle Nass sprangen. Wenn man das unbedingt nachmachen möchte, sollte man sich voher gut mit diesen Einwohnern unterhalten, das sie wissen, wo das Wasser tief genug ist und wo keine im Wasser liegenden Felsen auf einen warten.

Felsenspringer in Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100

Manarola hatten wir uns bei unserer Wanderung ja nur ganz flüchtig angeschaut, weshalb wir heute vom Schiff ausgestiegen sind, um uns heute das Dorf etwas genauer anzuschauen. Definitiv müssen wir noch einmal bei Sonnenuntergang hier her, beschlossen wir.

Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/4, 1/640 Sek.

Eine tolle Perspektive auf das Dorf, bietet ein gut ausgebauter Weg, im Hafen um einen großen Felsen herum. Diese Perspektive wurde auch schon von vielen Fotografen genutzt, um dieses wundervolle kleine Örtchen zu fotografieren.

Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/4, 1/640 Sek.

Da die Schiffe nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit fahren und wir heute generell nur die Fahrt bis Manarola gebucht hatten, nahmen wir den Zug von hieraus zurück nach Levanto.

Möwen am Bahngleis, Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
300 mm, ISO 100, f/5.6, 1/1000 Sek.

Fischmarkt La Spezia

Möwen suchen nach essbaren Resten, La Spezia, Liguren, Italien
185 mm, ISO 100, f/5, 1/800 Sek.

Heute haben wir uns entschlossen noch einmal nach La Spezia zu fahren und ein wenig zu shoppen oder im Hafen spazieren zu gehen. Wir wurden auf den Fischmarkt aufmerksam. Das Schauspiel, dass sich allerdings nach dem Markt eröffnete war wesentlich amüsanter. So kamen Dutzende von Möwen und verbreiteten Chaos, um in den vielen Kisten nach Fischresten zu suchen.

Auf der Suche nach Essbarem, La Spezia, Ligurien, Italien
185 mm, ISO 100, f/5, 1/800 Sek.

Parco Salvador Allende, La Spezia

Parco Salvador Allende, La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 200, f/2.8, 1/1600 Sek.

Direkt am Hafen in La Spezia, liegt der Park Salvador Allende. Wir haben ihn besucht, um ein wenig den Schatten der Palmen zu genießen und ein Eis zu essen. in dem lang gezogenen Park, stehen immer wieder verschiedene Monumente.

Monument Resistenza, La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 200,f/2.8, 1/1600 Sek.

Presidente, La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 200, f/2.8, 1/250 Sek.

Direkt am Park hatten die Häuser wohl strikte Bauanweisungen. Alle verfügen über eine Passage, unter der man als Fußgänger hindurchschlendern konnte, ohne der Sonne ausgesetzt zu sein. Wir liefen ein wenig umher und schauten uns ein wenig um.

Passage der Gebäude am Park, La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 400, f/2.8, 1/50 Sek.

Weiter in der Innenstadt haben wir noch diese Kirche gefunden, die ein etwas außergewöhnliches Erscheinungsbild hat. Sie war voller Querstreifen.

Parrocchia Santuario Nostra Signora della Neve, La Spezia, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/2.8, 1/1000 Sek.

Abendshooting

Hauptstraße von Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
35 mm, ISO 100, f/2.8, 1/320 Sek.

Für heute Abend haben wir uns vorgenommen noch ein paar Aufnahmen bei tiefer liegender Sonne von Riomaggiore zu machen und dann in der blue Hour von Manarola. Das schöne an diesen Orten ist, dass man in weniger als 10 min einmal von unten nach ganz oben laufen kann. So verpasst man das beste Licht nicht, wenn man aufpasst.

Treppen in Riomaggioere, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/4, 1/100 Sek

Wir entschlossen uns in Riomaggiore noch ein wenig zu warten und liefen deshalb einmal ganz hinauf zur Kirche. Viele Treppenstufen und ein paar schmale Gassen führen hinauf.

Kirche in Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
14 mm, ISO 100, f/4, 1/640 Sek.

Als die Sonne langsam tiefer stand, gingen wir wieder hinab.

Riomaggiore von oben, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/4, 1/400 Sek.

Um diese Zeit ist bereits deutlich weniger los im Ort. Zur Mittagszeit konnte man hier nicht einfach stehen bleiben, die Touristenmassen hätten einen förmlich fort gespült. Nun war der Hafen beinahe menschenleer.

Hafen von Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/4, 1/125 Sek.

Dadurch konnte ich gemütlich meine Ausrüstung aufbauen und mich positionieren um ein Foto zu machen. Als die Sonne recht tief stand drückte ich ein paar mal den Auslöser, eher wir uns auf machten, den Zug zu erreichen, der uns für die blaue Stunde nach Manarola bringen sollte.

Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/5.6, 1/200 Sek.

Streets of Riomaggiore, Cinque Terre, Ligurien, Italien
17 mm, ISO 320, f/4, 1/30 Sek.

In Manarola angekommen hatten wir gerade noch die letzten Sonnenstrahlen im Rücken, um einige Fotos zu schießen, dann ging sie aber auch schon so langsam unter.

Boot im Hafen von Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
260 mm, ISO 100, f/5.6, 1/500 Sek.

Eigentlich war in Manarola kaum ein Mensch mehr unterwegs, einzig einige Fotografen tummelten sich hier an der Promenade, um sich für den Abend zu positionieren. Unser Pech war leider nur, dass der letzte Zug für heute Abend eine halbe Stunde zu früh nach Hause fuhr. Ich hoffte trotzdem auf ein schönes Bild.

Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/4, 1/250 Sek.

Ein Blick weg von Manarola zeigte, wie toll sich der Himmel einfärbte, einige Minuten nach Sonnenuntergang. Diese Farben musste ich einfach einfangen.

Sonnenuntergang in Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
22 mm, ISO 100, f/8, 1/160 Sek.

Auch über Manarola färbte sich der Himmel langsam ein. Leider ließen die Einwohner etwas auf sich warten, bis sie endlich ihre Läden aufmachten und in den Räumen das Licht anschalten würden. Dies gibt dem Motiv den letzten Touch.

Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/5, 1/100 Sek.

Ich machte einige Langzeitaufnahmen. Leider dauerte es heute zu lange, bis die Einwohner Manarolas ihre Luken öffneten und wir mussten bereits zum letzten Zug, weshalb ich ein klein wenig enttäuscht nach Hause ging. Dennoch ist die Aufnahme durchaus gelungen wie ich finde.

Manarola, Cinque Terre, Ligurien, Italien
12 mm, ISO 100, f/22, Sek.

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