Ausrüstung:
Kamera: Nikon D7200
Objektive: Nikon AF-S NIKKOR 35 mm 1:1,8G,
Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G,
Sigma 105 mm F2,8 EX Makro DG OS HSM,
Tokina SD 12-24 F4 (IF) DXII,
Nikon AF-S DX Nikkor 55-300 mm 1:4,5-5,6G ED VR

Lichter zeigen den Weg zum Vatikan
24 mm, ISO 160, f/4, 30 Sek.

Eins kann ich sagen: Ich glaube ich bin noch nie so viel gelaufen, wie in Rom und dennoch bin ich kaum müde zu kriegen, sobald ich dort aus dem Flieger steigen. So viel zu sehen, so viel zu erleben. Einen Espresso an der Bar trinken, ein Eis schlecken auf einer Bank und die Menschen beobachten, wie sie an einem vorbei laufen oder fahren in Anzügen auf der Vespa, und und und...
Das Highlight italienische Pizza mit der Schere geschnitten und direkt auf die Hand gelegt bekommen, um sie zwischendurch zu Essen. Da brauch man keine im Restaurant bestellen. 
Vespas in Rom
Ich empfehle wirklich ein günstiges Hotel mitten in der Stadt zu suchen, bestenfalls eine U-Bahn Station in der Nähe, oder gar der Termini so ist man in wenigen Minuten in jeder Ecke der Stadt. Mietauto benötigt man auf keinen Fall, damit ist auch kein vorankommen in Rom. Deshalb lieber zu Fuß und U-Bahn.
Photowalk 1: Piazza del Popolo
Photowalk 1 beginnt an der U-Bahn Haltestelle Flaminio. Über die Straße erreicht man den Piazza del Popolo mit den zwei Zwillingskirchen Santa Maria dei Miracoli / in Montasanto. 
Wärmstens empfehlen kann ich den Piazza del Popolo auch einmal am Abend zu besuchen. Oftmals spielt ein Straßenmusiker auf dem Platz und nutzt die tolle Akustik für seine Darbietungen. Geht man die paar Stufen zur Anhöhe hoch bekommt man eine tolle Aussicht über die Stadt. Ein romantisches Fleckchen. Hier wurden wir auch schon Zeuge einiger Heiratsanträge.

Piazza del Popolo, Rom, Italien
35mm, ISO100, f/13, 5 Sek.

Bei guter Sicht sieht man bis zum Vatikan. Die Kuppel des Petersdom thront deutlich  über der Stadt.

Petersdom in der Ferne, fotografiert von der Anhöhe am Piazza del Popolo, Rom, Italien
105mm, ISO100, f/8, 5 Sek.

In anderer Richtung, sieht man die Schreibmaschine gut beleuchtet aus der Dunkelheit herausstechen. 

Monumento Vittorio Emanuelle II, fotografiert von der Anhöhe am Piazza del Poplo, Rom, Italien
105mm, ISO100, f/10, 15 Sek.

Von der Anhöhe sind es übrigens nur wenige Minuten zu Fuß bis zur spanischen Treppe. Und von dort aus auch nur wenige Minuten zum Trevi-Brunnen, meines Erachtens zwei der am meisten over-rated Sehenswürdigkeiten in Rom, da sie immer von tausenden von Touristen belagert sind. Einzig mitten in der Nacht könnte man hier einmal vorbeischauen, wenn man diese auch genießen möchte.
Spanische Treppe
Die Spanische Treppe hat eine eigene U-Bahn-Station. Um vom Piazza del Popolo hier her zu gelangen, nutzt man am einfachsten den Ausgangspunkt der Anhöhe und läuft den Weg oben am Hügel entlang, bis zur kleinen weißen Kirche mit Obelisken davor. Schon steht man am oberen Ende der Treppe. 

So frei wie sonst nie: Die Spanische Treppe während Renovierungsarbeiten
12 mm, ISO 800, f/4, 1/2500 Sek.

Trevi-Brunnen
Ist man die Spanische Treppe unten, geht man nach Links und dort ein paar Straßen weiter, findet man auf einer Rückwand eines Gebäudes den Trevi-Brunnen. Zu jeder Tageszeit mit Menschen überrant. Vom Trevi-Brunnen zur gegenüberliegenden Häuserfront sind es nur einige Meter und dort ist jeder cm mit Menschen belegt. Um einigermaßen ein Bild machen zu können, muss man sich schon recht dreist vor andere Leute stellen, was man ja auch ungern tut, ansonsten hat man allerdings kaum eine Chance. 

Trevi-Brunnen
15 mm, ISO 100, f/4, HDR aus mehreren Langzeitbelichtungen

Vom Trevi-Brunnen aus sind Pantheon oder Piazza Venezia mit der "Schreibmaschine" in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.  
Oder man läuft am Quirinalspalast vorbei die Via Nazionale (Shopping) in Richtung Piazza della Repubblica, wo man in eine U-Bahn einsteigen kann. Wer noch mehr Power hat, kann vorher rechts in die Via Agostino Depresis abbiegen, auf der man frontal auf die Kirche St. Maria Maggiore zu geht. Von wo aus es nur noch einige Meter zum Hauptbahnhof Termini sind, in dem man wieder in die U-Bahn steigen kann. 

Piazza della Repubblica, Rom
12 mm, ISO 100, f/5, 10 Sek.

Photowalk 2: Zirkus Maximus, Schlüsselloch, Trastevere, Campo de' Fiori
Um zum Zirkus Maximus - oder was davon übrig geblieben ist - zu gelangen nimmt man am Besten die U-Bahn. Bei der Station Circo Massimo muss man nur über die Straße und schon sieht man die Überreste: Eine Wiese. 

Panorama des Ortes, wo einst die Pferderennen stattfanden, dem Zirkus Maximus
12 mm, ISO 100, f/4, 1/1600 Sek.

Einzig eine Säule erinnert noch an diesen geschichtsträchtigen Ort. Man kann und darf die Wiese einmal entlang laufen, um zu bemerken, dass es doch einige Meter sind, die hier zurückgelegt werden mussten, ehe es auf die Gegengerade ging. 

Säule am Zirkus Maximus
19 mm, ISO 1600, f/4, 1/8000 Sek. (Hatte noch die U-Bahn-ISO drin ;-) )

Läuft man den Hügel entlang hoch und dann in die Via di Santa Sabrina weiter aufwärts kommt man zum Orangengarten, einer schönen Kirche und dem sagenumwobenen Schlüsselloch. Normalerweise muss man nicht all zu lange anstehen um einmal hindurchblicken zu können. 

Schlange vor dem Schlüsselloch
35 mm, ISO 100, f/4, 1/1250 Sek.

Wer sich die Überraschung nicht verderben möchte, was man durch das Schlüsselloch sehen kann, sollte die nächsten zwei Bilder schnell überscrollen.

Kirche am Orangengarten
35 mm, ISO 100, f/7.1, 1/320 Sek.

Blick durch's Schlüsselloch
35 mm, ISO 100, f/1.8, HDR

Nun geht's den Weg zurück und nach dem Orangengarten links einen Fußweg hinein, um vom Hügel hinab zu steigen. 

Blick vom Hügel über die Dächer Roms
78 mm, ISO 100, f/4.5, HDR

Nun sollte man an der Hauptverkehrsstraße dem Tiber entlang einige Meter zu Fuß gehen, eher man über die Tiberinsel nach Trastevere gelangt. Ein Weg der sich lohnt. 

Ein Blick auf die Tiberinsel
19 mm, ISO 800, f/4, 1/8000 Sek.

Auf der Tiberinsel gibt es eine kleine Kapelle und einige hübsche Gebäude zu bestaunen. 

Malerisch gelegene Tiberinsel
12 mm, ISO 100, f/4.5, 1/800 Sek.

Nun geht es über die Brücke auf die andere Seite des Tibers nach Trastevere. Hier findet man tollen italienischen Flaire, viele kleine Geschäfte und Restaurants die zum Schlendern durch die Gassen einladen. Es empfiehlt sich die Via del Lungaretta hindurch zu laufen, bis man Basilica di Santa Maria in Trastevere erreicht. Auch hier empfiehlt sich ein Blick in die Kirche. 
Über die Via del Moro erreicht man die Ponte Sisto über die es zurück ins Innere Roms geht. 

Ponte Sisto
35 mm, ISO 100, f/1.8, 1/1600 Sek.

Enge Gassen Roms
35 mm, ISO 100, f/1.8, HDR

Zurück auf dieser Seite des Tibers läuft man nach einigen Metern in der engen Straße nach links Richtung Palazzo Spada.

Ein Blick nach Oben, Innenhof Palazzo Spada, Rom
12 mm, ISO 100, f/4, 1/800 Sek.

Durch die Scheiben einer Glasfront kann man in eine wunderschöne Bibliothek blicken auf einen Gang, der optisch so gestaltet wurde, dass er wesentlich länger aussieht, als er es ist. 

Bibliothek im Palazzo Spada
12 mm, ISO 100, f/4, HDR

Nach dem Palazzo Spada muss man sich recht halten, um den Campo de' Fiori zu erreichen. Eine Art dauerhafter Wochenmarkt. Hier lebt Mario Adorf anscheinend ganz in der Nähe und käuft auch gerne mal hier sein frisches Obst ein. 

Marktstände auf dem Campo de' Fiori
35 mm, ISO 100, f/4, 1/160 Sek.

Bruno auf dem Platz von Campo de' Fiori
35 mm, ISO 100, f/8, HDR

Der Markt schließt allerdings um 14 Uhr. Das sollte man unbedingt beachten, wenn man hier einkaufen möchte. 

Marktstände, Campo de' Fiori
35 mm, ISO 100, f/1.8, 1/250 Sek.

Von hier ist man in wenigen Minuten Fußmarsch auf dem Piazza Navona und kann dann Richtung Engelsburg oder dem Pantheon. 
Photowalk 3: Quer durch Rom bei Nacht

Abendrot über dem antiken Stadteil Roms
55 mm, ISO 1600, f/4.8, 1/3200 Sek.

Als Ausgangspunkt für den nächsten Photowalk empfiehlt sich die U-Bahn bis zur Haltestelle Colloseum zu nehmen, oder wer sich noch ein wenig mehr zu traut, bis zur Haltestelle San Giovanni, um noch die Lateranbasilika zu besuchen. 

Der Mond geht auf, die Sonne geht unter am Kolloseum
300 mm, ISO 1600, f/5.6, 1/500 Sek.

Die Idee für diesen Photowalk kam mir, als ich auf einigen Postkarten tolle Nacht-Aufnahmen von Roms-Sehenswürdigkeiten gesehen habe und diese einfach selbst fotografieren wollte. Natürlich nicht so sehr bearbeitet, wie diese auf den Postkarten sind, aber dennoch schön inszeniert, von den vielen Lichtern der Stadt.

Kolosseum bei Nacht, Rom, Italien
12mm, ISO100, f/14, 20 Sek.

So setzten wir uns gegen Abend in ein schickes kleines Ristorante in der Nähe des Kolosseums und aßen eine hervorragende italienische Pizza, bis die Sonne untergegangen war. Dann begannen wir unseren Fußmarsch, einmal quer durch die Stadt - angefangen beim Kolosseum. Bewaffnet mit meiner Nikon und meinem Ultraweitwinkel-Objektiv und natürlich einem Stativ.

Das Kolosseum bei Nacht, Rom, Italien
12mm, ISO100, f/8, 6 Sek.

Nur wenige Gehminuten in Richtung der Innenstadtt entfernt steht das Trajansforum.

Trajansforum, Rom, Italien
12mm, ISO100, f/4, 3 Sek.

Wenn man schon am Trajansforum steht, dann ist der Piazza Venezia mit dem Monument von Vittorio Emanuelle II keine hundert Meter mehr entfernt.

Die "Schreibmaschine", Monumento Vittorio Emanuelle II, Rom, Italien
19mm, ISO100, f/10, 6 Sek.

Der Mond hat sich mit auf das Bild geschlichen. Im nächsten Bild konnte ich ihn gleich ein wenig mehr inszenieren. Von der "Schreibmaschine", wie sie im Volksmund öfter genannt wird, ist in wenigen Minuten das Pantheon erreicht, man muss nur durch ein paar verwinkelte Gässchen gehen. Das Pantheon ist eines der ältesten Gebäude der Stadt mit riesiger Kuppe und einem Loch oben in der Mitte unter dem man selbst bei Regen nicht nass wird, dem Kamineffekt sei Dank.

Das Pantheon bei Nacht mit Mond hinter dem Obelisken versteckt, Rom, Italien
14mm, ISO100, f/10, 13 Sek.

Der nun folgende Fußmarsch führt durch kleine Gassen, in denen das Leben, selbst in der Nacht, förmlich sprudelt. Nach einigen Schritten erreicht man Piazza Navona. Auch wenn es nicht mehr ganz so extrem, wie noch vor einigen Jahren ist, sollte man hier seinen Geldbeutel gut festhalten. Kleiner Kinder und Heranwachsende haben hier schon alle Kniffs und Tricks auf Lager, einem um Bargeld zu erleichtern. 

Nur wenige Meter von der Piazza Navona entfernt, Richtung Engelsburg laufend, gibt es das beste Eis Roms in einem kleinen unscheinbaren Laden. Wir gönnen uns ein Eis und laufen weiter, bis wir es aufgegessen haben erreichen wird die Engelsburg.

Die Engelsburg bei Nacht, Rom, Italien
35mm, ISO100, f/11, 6 Sek.

Von der Engelsburg zum Vatikan sind es wiederum nur einige hundert Meter, die zu Fuß schnell geschafft sind.

Der Petersdom bei Nacht, Rom, Italien
50mm, ISO100, f/11, 4 Sek.

In wenigen weiteren Minuten waren wir dann bei uns am Hotel. Da ist das schöne in Rom: Sightseeing zu Fuß ist ohne weiteres möglich, vorausgesetzt man hat das richtige Schuhwerk für die Pflastersteine an.

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